SP-Valentin: "Tempo 50 für unsere Gesundheit!"

"Beharrliche Realitätsverweigerung des ÖAMTC"- Wissenschafter bestätigen Sinnhaftigkeit

Wien (SPW-K) - "Der ÖAMTC betreibt Realitätsverweigerung", reagierte heute der Vorsitzendes des Wiener Umweltausschusses, Gemeinderat Erich Valentin, auf Aussagen des Autofahrerklubs. "Tempo 50 ist eine sinnvolle Maßnahme für die Gesundheit der Menschen in der Stadt: Zahlreiche Wissenschafter und das Umweltbundesamt bestätigen, dass eine Temporeduktion im Kampf gegen den Feinstaub effektiv ist."

Es gehe nicht um "Schikanen" für Autofahrer, sondern um konsequente Maßnahmen im Kampf gegen den Feinstaub, so Valentin weiter. "Laut WHO verkürzt Feinstaub die Lebenserwartung der ÖsterreicherInnen um acht Monate - über 2000 Menschen sterben jährlich österreichweit an den Folgen der Feinstaubbelastung." Prof. Hans Puxbaum vom Institut für chemische Technologien und Analytik an der TU Wien habe bestätigt, dass Tempo 50 geringeren Reifenabrieb und geringere Aufwirbelung bringe. "Aufwirbelung macht in Wien rund 23 Prozent der hausgemachten Feinstaubquellen aus, durch geringere Beschleunigungs- sowie Abbremsvorgänge sinkt der Abrieb von Bremsbelägen, Kupplungsbelägen und Reifen", so Erich Valentin. "Und auch Prof. Peter Sturm vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik an der TU Graz weist auf die Bedeutung der Abriebvorgänge für die Feinstaubbelastung hin."

Auch das Umweltbundesamt (UBA) bewerte die Maßnahme als zielführend: "Eine Temporeduktion ist laut UBA dann positiv, wenn es gelingt, den Verkehrsfluss störungsfreier zu gestalten, was zu weniger Beschleunigungs- und Abbremsvorgängen führt und damit die Partikelemissionen im Abgas reduziert", unterstrich der Gemeinderat. Die Verringerung der Geschwindigkeit führe laut UBA zu weniger Staub aus Abrieb und Aufwirbelung.

Darüber hinaus setze die Stadt Wien zahlreiche weitere Maßnahmen in vielen anderen Bereichen: "So gilt in Wien künftig ein Fahrverbot für EURO 0-LKWs, weiters gibt es eine Partikelpflicht für Baumaschinen und Bagger und Verbot von Heizöl leicht. Mit dem umfassenden Maßnahmenpaket wird Wien in den nächsten Jahren den Feinstaub weiter reduzieren", so Valentin. Dazu kämen Maßnahmen im eigenen Bereich der Stadt - etwa bei der Umstellung des Winterdiensts, in den die Stadt 7,5 Mio Euro investiere. Bei Neuanschaffungen im Fuhrpark würden nur noch KFZ mit Partikelfilter gekauft. "Wir alle sind Feinstaubverursacher, dies sollte uns allen bewusst sein, daher muss auch jeder seinen Beitrag zur Feinstaubreduktion leisten", so Valentin abschließend. (Schluss)

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