Energiepreise in Wien: Für SPÖ-Ekkamp Kritik der Wiener ÖVP an Tarifanpassungen "scheinheilig"

Schritt betriebswirtschaftlich unumgänglich, um Substanz der Energieversorgungsunternehmen und Versorgungssicherheit nicht zu gefährden

Wien (SPW-K) - Als "in höchstem Maß scheinheilig", bezeichnete Montag der Vorsitzende-Stellvertreter des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Wiener Gemeinderates, Franz Ekkamp, die Kritik der Wiener ÖVP an der von Wien Energie Vertrieb bekannt gegeben Preisanpassungen bei Strom und Gas mit 1. März. "Der unerfreuliche Schritt erfolgt nicht aus Jux und Tollerei, er ist aus betriebswirtschaftlichen Gründen unumgänglich, um die Substanz der Wiener Energieversorgungsunternehmen und damit die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Das weiß natürlich auch die Wiener ÖVP", betonte Ekkamp in seiner Replik im Pressedienst der SPÖ Wien.

Ekkamp wies darauf, hin, dass die Einstandspreise für die Primärenergieträger Öl und Gas in jüngster Zeit extrem - im Bereich der Stromproduktion seit 2001 um 94 (!) Prozent - gestiegen seien und Wien Energie die zusätzlichen Aufwendungen nur zu einem Teil und damit im betriebswirtschaftlich notwendigen Mindestausmaß seinen Kunden weiterverrechne. Alle andere Landes-Energieversorgungsunternehmen hätten ihre Tarife bereits vor einiger Zeit, teilweise in höherem Ausmaß als Wien Energie, angehoben. Ekkamp: "Wien Energie bietet seinen Kunden weiterhin faire Preise an. Auch nach der jüngsten Tarifanpassung werden die Tarife von Wien Energie für Durchschnittshaushalte österreichweit bei Strom im untersten Drittel, bei Gas im guten Mittelfeld des Preissegments liegen". Bei den Endverbraucher-Energiepreisen dürfe allerdings auch die Verdopplung der Energieabgabe seitens der schwarzblauen Bundesregierung nicht außer Acht gelassen werden, meinte der Mandatar weiter.

Nicht zuletzt betonte Ekkamp, dass Wien Energie seine Tarife im Gegensatz zu anderen Energieunternehmen erst am Ende der heurigen Heizperiode anpasse und damit letztlich den Kunden während der besonders Energie verbrauchsintensiven Jahreszeit zusätzliche Kosten erspare. "Die Kritik der Wiener ÖVP ist sowohl vom sozialen als auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet sachlich unzutreffend", schloss Ekkamp. (Schluss)

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