Moser fordert: "Schluss mit Führungschaos bei AUA"

AUA braucht stabilen österreichischen Kernaktionär

Wien (SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser musste ein "Führungschaos" bei der AUA, der ÖIAG und der Regierung feststellen. So habe in den vergangenen Wochen der scheidende Vorstand der österreichischen Fluggesellschaft Austrian mehrmals einen strategischen Partner eingefordert, um das Unternehmen zu sanieren. Gleichzeitig habe die ÖIAG als Mehrheitseigentümer der Gesellschaft einen Millionenauftrag an den Unternehmensberater Roland Berger vergeben, der Szenarien für die Zukunft des Unternehmens ausarbeiten soll. Außerdem werde ein neuer Vorstand gesucht, der dann irgendeine Strategie umsetzen soll. ****

"Es fehlen die Vorgaben der Bundesregierung, es gibt eine Führungsschwäche der hoch bezahlten ÖIAG-Organe und der scheidende Vorstand tanzt den Eigentümer-Vertretern auf der Nase herum und will das Unternehmen zum Diskontpreis von rund sieben Euro verkauft wissen. Vom AUA-Höchstkurs trennen uns derzeit rund 32 Euro pro Aktie. Die ÖIAG würde damit 430 Millionen Euro für ihre Anteile liegen lassen. Das passiert, wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt. Damit muss jetzt Schluss sein", fordert Moser.

Moser: "Bei jedem ernsthaft geführten Unternehmen hätten die verbalen Austritte eines scheidenden Vorstands sofort zu disziplinären Maßnahmen geführt. Den ÖIAG-Organen fehlt dazu offenbar das Know-How. Da kann anscheinend jeder machen, was er will." Für Moser beginnt dieser Fisch beim Kopf zu stinken und zwar bei der Regierung Schüssel: Die ÖIAG brauche klare Vorgaben durch den Eigentümer Republik Österreich, aber diese fehlen wieder einmal, weil sich der Bundeskanzler in millionenteuren Werbekampagnen abfeiern lässt, anstatt die Hausarbeiten zu erledigen.

Moser: "Für die geopolitische Lage Österreichs ist die AUA ein Leitbetrieb. Sie garantiert die direkte Anbindung Österreichs an die internationalen Institutionen, die Wirtschaftszentren und ermöglicht die touristische Weiterentwicklung Österreichs. Nur mit einer österreichischen AUA können wir Österreichs zentraleuropäische Bedeutung absichern. Daher ist die AUA ein Kernunternehmen im Rahmen einer dynamischen Standortpolitik. Die AUA braucht keinen strategischen Partner, sondern einen stabilen österreichischen Hauptaktionär, der seine Führungsfunktion wahrnimmt und Ruhe und Kontinuität in das Unternehmen bringt." (Schluss) ns

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