ARGE Breitband Austria begrüßt IKT-Masterplan der Bundesregierung: Nun rasche politische Umsetzung notwendig

Analyse des Masterplans zeigt Notwendigkeit zu Konkretisierungen in Teilbereichen, vor allem bei zentraler Koordination von IKT-Agenden

Wien (OTS) - Der vom BMVIT initiierte und von der Regulierungsbehörde RTR erarbeitete IKT-Masterplan für Österreich ist im November 2005 veröffentlicht worden. Der Masterplan enthält eine Stärken/Schwächen-Analyse und eine Ist-Erhebung der österreichischen Position im IKT-Markt, strategische und operative Ziele sowie ein Paket von 44 Einzelmaßnahmen. Deren Ziel ist es, IKT-Struktur flächendeckend auszubauen, die Nutzung von Breitband zu forcieren und so Österreich einen Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft nachhaltig zu sichern.

Die ARGE Breitband Austria hat den IKT-Masterplan eingehend analysiert und begrüßt diesen: "Der Masterplan deckt viele der wesentlichen Bereiche einer IKT-Strategie ab, wie sie auch die ARGE Breitband seit rund einem Jahr intensiv angeregt hat", so ARGE-Sprecher Ing. Mag. Rudolf Fischer, Vorstandsdirektor Telekom Austria. "Vor allem im Punkt der zentralen Koordination von IKT-Agenden vermissen wir jedoch die notwendige Konkretisierung." Die Umsetzung einer ambitionierten nationalen IKT-Strategie kann aus Sicht der ARGE Breitband nur gelingen, wenn eine starke zentrale IKT-Koordinationsstelle geschaffen wird, die ressortübergreifend agiert und intensiv mit Ländern, Gemeinden, Contentlieferanten und der Industrie zusammenarbeitet. Voraussetzung ist auch, dass diese IKT-Koordinationsstelle mit einer entsprechenden Budgethoheit ausgestattet ist.

Weiters sollten Aktivitäten in den Bereichen "nachhaltige Versorgung aller Bürger, Unternehmen und öffentlichen Stellen mit breitbandigen Diensten" (Kapitel Infrastruktur), "integrierte E-Business-Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette", "Digitale Signatur", "Einbeziehung von unterschiedlichen Technologien und Standards" sowie "Förderung von Telecentern als Angebot für Nebenerwerbstätige" stärker forciert werden als es derzeit im IKT-Masterplan vorgesehen ist.

ARGE Breitband regt IKT Task Force an

Oberstes Ziel muss es nun sein, die ambitionierten Ziele des IKT-Masterplans auch rasch in die Praxis umzusetzen. "Die ARGE Breitband regt dazu die Einrichtung einer ständigen IKT Task Force an, die im Sinn des österreichischen Sozialpartnermodells funktioniert. Diese IKT Task Force sollte aus Vertretern von Politik, Industrie und der RTR bestehen, direkt mit allen Beteiligten in Verwaltung, Gebietskörperschaften und Industrie kooperieren und so auch sicherstellen, dass eine starke IKT-Strategie des Bundes auch über die nächste Nationalratswahl hinaus Bestand hat", so Fischer. "Die Task Force sollte aus Ihren Reihen einen Sprecher bestellen, der über hervorragende Kenntnisse der aktuellen Situation, aller Handlungsfelder sowie der an der Umsetzung beteiligten Personen und Stellen verfügt."

Über die ARGE Breitband Austria

Die ARGE Breitband Austria besteht aus elf der größten Unternehmen der österreichischen IKT-Branche. Die Plattform repräsentiert fast zwei Drittel des österreichischen IKT-Marktes und beschäftigt rund 36.000 Mitarbeiter. Die Partner in der ARGE Breitband Austria sind Alcatel Austria, Cisco Systems Austria, HP Österreich, IBM Österreich, Kapsch CarrierCom AG, Microsoft Österreich, SAP Österreich, Siemens AG Österreich, Telekom Austria, UPC Telekabel und Tele2UTA.

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