ARBÖ: Treibstoff-Teuerung bescherte Grasser "Millionengewinn"

Zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen sieben Mal höher als das Entlastungspaket für Pendler

Wien (OTS) - Die kräftige Verteuerung der Treibstoffe, die den Autofahrern 2005 neuerlich belastete, bescherte dem Finanzminister einen satten "Millionengewinn". ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar: "Weil die Mehrwertsteuer automatisch mit den Preisen mitwächst, sind dem Finanzminister im vergangenen Jahr 214 Millionen an zusätzlicher Mehrwertsteuer buchstäblich in den Schoß gefallen. Damit hätte er die vom ARBÖ geforderte Erhöhung des Kilometergeldes um sechs Cent locker finanzieren können."

Stattdessen, so der ARBÖ-Präsident, habe man die Pendler mit einer geringfügigen Erhöhung der Pendlerpauschalen und einer minimalen Erhöhung des Kilometergeldes um zwei Cent abgespeist, das dem Staat höchstens 30 Millionen kostet. Dr. Rezar: "Grassers Millionengewinn durch die Mehrwertsteuer ist sieben Mal größer als seine Kosten für das Pendler-Entlastungspaket."

Zur Berechnung des ARBÖ im Einzelnen: Im gewichteten Durchschnitt hat sich der Liter Diesel im vergangenen Jahr um weitere 14,3 Cent, ein Liter Eurosuper (95) um 9,8 Cent erhöht, wovon 2,4 Cent (Diesel) bzw. 1,6 Cent (Eurosuper) auf die automatisch lukrierte Mehrwertsteuer entfallen. In den ersten sieben Monaten hat der Verbrauch von Diesel um 1,7 Prozent zugenommen, während der Verbrauch von Benzin um 9 Prozent geschrumpft ist. Hochgerechnet aufs Jahr ergibt das rund 2,5 Milliarden Liter Ottokraftstoffe (= Benzine) und 7,2 Mrd. Liter Diesel. Die zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen belaufen sich somit auf 41 Millionen für Benzine und 173 Millionen für Diesel, zusammen also 214 Millionen Euro.

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