Volksbank Investmentbank: Deutliche Impulse an den Aktienmärkten

Dollar schwächt gegenüber Euro zunehmend ab

Wien (OTS) - Die internationalen Aktienmärkte haben in den vergangenen zwei Wochen deutliche Impulse erhalten, berichtet die Volksbank Investmentbank in ihrem aktuellen Finanzmarktkommentar. Grund war ein mögliches baldiges Ende des US-Leitzinsanhebungszyklus. Dafür gab es deutliche Signale durch die jüngste Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbank. Die Aktien der Ölgesellschaften profitierten zusätzlich von höheren Ölpreisen. In diesem Umfeld erreichte der DAX mit 5523,7 Punkten den höchsten Stand seit August 2001, der ATX erzielte mit 3773,4 Punkten ebenso ein Rekordhoch.
Die nächste Berichtssaison der Unternehmen beginnt mit der Veröffentlichung des Quartalsergebnisses des ersten Dow-Wertes (Alcoa) am 9. Januar. Die Volksbank Investmentbank rechnet mit einem Trend an guten Unternehmensdaten und deshalb auf Wochensicht mit mehrheitlich leichten Kurssteigerungen an den Aktienmärkten.

Das veröffentlichte Fed-Protokoll zur Zinsentscheidung vom 13. Dezember brachte insgesamt keine neuen Erkenntnisse. Schon in der Erklärung am Tag der Zinsentscheidung signalisierte die US-Notenbank dem Markt ein nahes Ende des Leitzinsanhebungszyklus. Die Europäische Zentralbank wird am 12. Januar ihre nächste Zinsentscheidung treffen. Aufgrund widersprüchlicher nationaler Wirtschaftsdaten erwarten die Analysten der VBIB zu diesem Termin keine Änderung des Leitzinses, der aktuell bei 2,25 Prozent liegt.

Die Ölpreise sind in den vergangenen zwei Wochen deutlich gestiegen. Als treibender Faktor wirkten vor allem ein Rückgang bei den US-Benzinlagerbeständen und der zwischenzeitliche Gaslieferstopp an die Ukraine.

Der US-Dollar hat sich gegenüber dem Euro abgeschwächt. Mit 1,2145 Dollar je Euro markierte die US-Währung zwischenzeitlich sogar den schwächsten Stand seit Ende Oktober. Belastender Faktor war die Veröffentlichung des Fed-Protokolls und der schwache US-Einkaufsmanagerindex für Dezember. Obwohl die Volksbank Investmentbank längerfristig von einer weiteren Abschwächung des US-Dollars im Verhältnis zum Euro ausgeht, wird die jüngste Reaktion des Währungspaars auf die Veröffentlichung des Fed-Protokolls als übertrieben bewertet. Auf Wochensicht erwarten die Analysten einen leicht stärkeren US-Dollar im Verhältnis zum Euro.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Dezember deutlich gewachsen. Der entsprechende Index des Forschungsinstituts Conference Board stieg auf 103,6 Punkte (November: 98,3). Vor allem die robuste Verfassung der US-Wirtschaft, ein Rückgang der Benzinpreise und eine optimistische Einschätzung des Arbeitsmarktes waren für die gute Stimmung verantwortlich. Das Volumen der Auftragseingänge in der US-Industrie ist im November aufgrund einer hohen Nachfrage nach zivilen Flugzeugen um 2,5 Prozent (Oktober: 1,7 Prozent) gestiegen. Das Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes hat sich im Dezember in den USA verlangsamt. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager ist im entsprechenden Monat auf 54,2 Punkte (November: 58,1) zurückgegangen. Ein Wert über 50 Punkte deutet auf ein Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe, ein Wert darunter zeigt einen Rückgang an. Anders als in den USA hat sich das Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone im Dezember beschleunigt. Hier stieg der Einkaufsmanagerindex auf 53,6 Punkte (November: 52,8) wobei die rund 3000 befragten Betriebe zuletzt sogar den höchsten Auftragsanstieg seit knapp anderthalb Jahren registrierten. Auch der Index für Deutschland erhöhte sich im Dezember auf 53,6 Punkte (November: 52,7).

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