Gusenbauer fordert Schüssel-Initiative gegen Atomenergie

Renaissance der Atomenergie droht - Österreichische Ratspräsidentschaft muss aktiv werden Bad Häring (SK) - SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer fordert vom aktuellen EU-Ratspräsidenten, Kanzler Schüssel, "Initiativen gegen die drohende Renaissance der Atomenergie". Im Zuge der Gaskrise sei die europäische Atomlobby wieder munter geworden; der italienische Energieminister habe angekündigt, dass Italien wieder zur Atomenergie zurückkehren werde und Brüssel hege Pläne, die Atomenergie wieder an die Spitze der Tagesordnung zu setzen. Dies sei "trügerisch und falsch". Denn einerseits sei die Ressource Uran begrenzt und die Atomenergie sei noch immer die gefährlichste Form der Energiegewinnung. ****

Gusenbauer verwies im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der SPÖ-Präsidiumsklausur darauf, dass ein Gutteil der EU-Staaten ohne Atomenergie auskomme und eine Reihe von Staaten den Ausstieg bereits beschlossen haben. Eine Initiative seitens der österreichischen Präsidentschaft entspreche also nicht nur der österreichischen Tradition sondern auch einem Gutteil der Mitgliedsländer.

Konkret müsse Schüssel dahingehend wirken, dass es keine Rückkehr zur Atompolitik gibt. Alle am Ausstieg interessierten Länder müssten gestärkt werden und Österreich solle eine Initiative für erneuerbare Energie setzen. Schließlich sei Österreich in der Wasserkraft- und Ökostromgesetzgebung in Europa federführend. (Schluss) se

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