Madejski zu Dachausbau-Boom: In Wien geht die "Freunderlwirtschaft" munter weiter!

Welche Rolle spielt bei den Spekulationskäufen die den Grünen nicht fernstehende Conwert AG?

Wien, 05-01-2006 (fpd) - Rund vier Jahre nach der
gemeinderätlichen Untersuchungskommission zu den höchst lukrativen Flächenwidmungen in Wien, stehen einmal mehr die Dachbodenausbauten im Mittelpunkt des städtebaulichen Interesses. Während fast die gesamte Innenstadt in den letzten Jahren mit Aufstockungen und Ausbauten beglückt wurde, hat in den vergangenen Tagen die "Conwert Immobilien Invest AG" mit dem Kauf von 93 Objekten um einen Gesamtwert von 226,2 Mio. Euro auf sich aufmerksam gemacht. Die Conwert, die den Grünen rund um Christoph Chorheer zumindest nicht fernsteht, hat ihre Wirtschaftsaktivitäten gut plaziert - nicht zuletzt deswegen, weil man in den Medien bereits über einen neuerlichen Dachbodenausbau-Boom spekuliert, so heute der Planungssprecher der Wiener FPÖ, LAbg. GR Dr. Herbert Madejski in einer Reaktion auf die Großakquisition der Conwert Immobilien Invest AG in Wien.

Selbstverständlich stehe es in unserer freien Marktwirtschaft dem Großkapital frei, Einkäufe in erheblichem Ausmaß zu tätigen - gerade bei den Firmenaktivitäten der Conwert Immobilien Invest AG müsse jedoch äußerst sensibel beobachtet werden. Diese Immobilienfirma habe durch höchst komplizierte Verflechtungen eine nicht unbeträchtliche politische Schlagseite zu den Wiener Grünen sowie regelmäßige Veränderungen in ihrer Eigentümerstruktur aufzuweisen. Die Gefahr von Spekulationskäufen von politisch gut informierten Kreisen sei jedenfalls evident und bedürfe besonderer Sorgfalt, so Madejski.

Wir müssen uns, so Madejski abschließend, die Verwertung der nunmehr durch die Conwert erstandenen Immobilien ganz genau anschauen und vor allem auch beobachten, ob der bereits vorhergesagte Dachbodenausbau-Boom mittels §69 WBO auch diese neuerstandenen 93 Objekte betreffen wird. Gerade der neu gewählten City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel werde in diesem Zusammenhang eine große Verantwortung zukommen, da die "geringfügige Bauabweichung" mittels §69 ja im Bauausschuß des Bezirks beschlossen werden müsse. Dies sei, so Madejski, im übrigen die einzige nachhaltige Kompetenz, die Stenzel in ihrem Bezirk aufzuweisen hat. (Schluß) jen

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