Jubiläumsjahr für die "Agrarische Rundschau" - 75 Jahre Plattform für Agrarexperten und Wissenschafter

Ernst Scheiber nunmehr 32 Jahre Chefredakteur

Wien (OTS) - Vor 75 Jahren, im Dezember 1930, erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift "Agrarische Rundschau". Die gesellschaftlichen Umwälzungen zum Ende des Ersten Weltkrieges brachten tiefgreifende soziale Änderungen in die Land- und Forstwirtschaft und führten zu einer neu entstehenden breit gefächerten Agrarpresse. Neben Informationen zu beruflichen und fachlichen Fragen lieferte sie auch Kommentare über politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Probleme und bezog andere Sparten, wie die Volkswirtschaft und die Soziologie, verstärkt mit ein. Erklärtes Ziel des Herausgebers der Agrarischen Rundschau war es von Beginn an, die großen und ernsten Zeitprobleme der Land- und Forstwirtschaft zu behandeln und zugleich als umfassendes agrarpolitisches Archiv die Unterlagen für die Beurteilung und Behandlung dieser Fragen zu sammeln. Die Sicherung der Rentabilität der Land- und Forstwirtschaft ist die Voraussetzung für die Entwicklung der Gesamtgesellschaft nicht nur Österreichs, sondern ganz Europas.

Agrarpolitik in gesamtgesellschaftlicher Bedeutung

In der Agrarischen Rundschau sollten die breiteren Zusammenhänge der Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft innerhalb der Volkswirtschaft dargestellt und diskutiert werden. Diese grundlegende Idee begleitet die Aktivitäten der "Agrarischen Rundschau" nach wie vor, die Zeitschrift ist heute fixer Bestandteil der österreichischen Agrarfachzeitschriften und hat sich in den vergangenen 75 Jahren zu einem in In- und Ausland anerkannten Fachblatt der Agrar- und Wirtschaftspolitik entwickelt.

Agrarpolitik geht alle an

Die Bedeutung der Funktionen der Landwirtschaft hat sich verschoben. Wie die Gesellschaft als Ganzes, so ist auch die Land-und Forstwirtschaft dem Wandel der Zeit unterworfen. Neben der ausreichenden Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln als primäre Aufgabe der Landwirtschaft spielen heute die Versorgung mit erneuerbarer Energie, Landschaftspflege und die Bereitstellung von gesunden Nahrungsmitteln mindestens eine genauso wichtige Rolle.

Spitzenfachleute am Wort

Die "Agrarische Rundschau" hat sich zu einer Plattform des offenen und fruchtbaren Gedankenaustausches und damit zu einem Instrument der objektiven und konstruktiven Meinungsbildung über agrar- und wirtschaftspolitische Fragen entwickelt. Die Zeitschrift erscheint sechsmal im Jahr und wird vom Agrarverlag verlegt. Jedes Heft ist einem bestimmten Schwerpunktthema gewidmet, zu dem anerkannte Top-Fachleute zu Wort kommen. Darüber hinaus werden aber auch abseits des jeweiligen Heftschwerpunktes wichtige und aktuelle Themen beleuchtet. Mittlerweile sind auch in jedem Heft Artikel zum Agrar-und Umweltrecht enthalten, die in juristischen Fachkreisen mit Interesse verfolgt werden.

Breites Spektrum zukunftsweisender Themen

Zu den Themen, die in der Agrarischen Rundschau publizistisch behandelt werden, zählen nach wie vor neben grundsätzlichen Frage über die aktuelle und künftige Rolle der Land- und Forstwirtschaft in der Gesamtgesellschaft auch Zukunftsthemen wie beispielsweise Ernährungssicherheit, die Rolle der Frau in der Landwirtschaft, Landentwicklung und Dorferneuerung, erneuerbare Energien etc. Nach dem Rückzug Josef Rieglers Mitte 2005, der dem Ökosozialen Forum noch als Ehrenpräsident zur Verfügung steht, wird das Team der Agrarischen Rundschau und der Ökosozialen Foren mit Präsident Dr. Franz Fischler und Generalsekretär Prof. Dkfm. Ernst Scheiber in dieser Tradition weiterarbeiten.

Rückfragen & Kontakt:

Ökosoziales Forum Österreich
Mag. Christine Klenovec
Franz Josefs-Kai 13, 1010 Wien
Tel.: 01/533 07 97-25, Fax: 01/533 07 97-90
Mail: klenovec@oesfo.at
www.oesfo.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BMV0001