Plassnik: "EU-Ratsvorsitz erfordert Teamarbeit"

Außenministerin Plassnik bei slowenischer Botschafterkonferenz

Brdo (OTS) - Außenministerin Ursula Plassnik nahm heute auf Einladung ihres slowenischen Amtskollegen Dimitrij Rupel an der slowenischen Botschafterkonferenz in Brdo teil.

Slowenien wird den EU-Vorsitz im 1. Halbjahr 2008 übernehmen und hat daher besonderes Interesse an den österreichischen Erfahrungen. So bereiten sich schon heute zwei junge slowenische Diplomaten im Österreichischen Außenministerium auf diese Aufgabe vor.

Slowenien und Österreich arbeiten in der EU eng zusammen. Einer dieser gemeinsamen Schwerpunkte dieser Zusammenarbeit ist die konkrete Umsetzung der europäischen Perspektive des Balkans. "Wir müssen das europäische Friedensprojekt jeweils an Hand der konkret gestellten Aufgabe erklären: für Slowenien und Österreich ist es jetzt die schrittweise Einbeziehung unserer Balkanpartner in das Werk der europäischen Einigung", so Plassnik.

"Wir arbeiten im Bewusstsein, dass wir mit der Vorsitzübernahme eine Dienstleistung an der internationalen Gemeinschaft erbringen. Dies erfordert präzise Vorbereitung. Österreich will ein engagierter und lösungsorientierter Vorsitz sein, dem das vernetzte Arbeiten mit den EU Partnern und Institutionen ein spürbares Anliegen ist", betonte die Außenministerin. Als Beispiel für diesen Stil nannte Ursula Plassnik das Vorgehen Österreichs in der Gaslieferkrise. "Hier hat die Teamarbeit innerhalb Österreichs, sowie mit den anderen Mitgliedsstaaten und den EU-Institutionen reibungslos geklappt", so Plassnik. Mit der Einbeziehung der Energieminister, der Kommission und der Energiewirtschaft sei das Management der Krise auf der richtigen Ebene angesetzt und sichtbar gemacht worden. "Ich gratuliere Martin Bartenstein und seinem Team für die umsichtige und effiziente Vorgangsweise", so Ursula Plassnik.

Die Außenministerin hob die umsichtige Führung und die hervorragende Organisation des slowenischen OSZE-Vorsitzes im Vorjahr hervor. "Unter der Führung von Dimitrij Rupel konnte die OSZE nach einer schwierigen Phase wieder ein Mehr an Vertrauen und Zuversicht gewinnen. Insbesondere der erzielte Kompromiss in der Budgetfrage ist ein großer Verdienst des slowenischen Außenministers", so die Außenministerin.

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