Heinisch-Hosek: Massiver Anstieg der Teilzeitkräfte müsste bei Regierung Alarmglocken läuten lassen

Wien (SK) - Laut Statistik Austria hat die Zahl der teilzeitbeschäftigten Frauen in den letzten fünf Jahren von 32,4 Prozent auf 40,6 Prozent zugenommen. "Dieser Anstieg von acht Prozentpunkten innerhalb von nur fünf Jahren sollte bei der Regierung sämtliche Alarmglocken läuten lassen", so SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Geht der Anstieg ungebremst weiter, würde das bedeuten, dass in lediglich sechs Jahren bereits die Vollzeiterwerbstätigkeit bei Frauen weniger verbreitet ist, als die Teilzeit, rechnete Heinisch-Hosek vor, die daran erinnert, dass bei Frauen auch die Arbeitslosigkeit weit mehr steigt als bei Männern. "Um die Arbeitsmarktmisere für Frauen zu verbessern braucht es ein Bündel an Maßnahmen, das alle relevanten Bereiche - Qualifikation, Wiedereinstieg, Kinderbetreuung etc. - umfasst." ****

Die Reform der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld sei hier zu nennen, der dringend nötige Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, Arbeitsstiftungen für Frauen, ein Frauenförderfonds, dotiert mit 100 Millionen Euro zusätzlich zu den bestehenden AMS-Mitteln, sowie verpflichtende Informations-Gespräche noch während der Karenz. "Das Ziel muss sein, Frauen Vollzeitjobs mit einem Einkommen zu ermöglichen, das ein eigenständiges Leben sichert. Aber wenn Frauen schon geringfügig erwerbstätig sind, dann müssen sie wenigstens besser sozial- und arbeitsrechtlich abgesichert sein, sodass etwa Überstunden und Prämien auch tatsächlich ausbezahlt werden", so Heinisch-Hosek, die abschließend erklärte, dass Arbeitsminister Bartenstein inzwischen nicht nur massiven Handlungsbedarf, sondern auch einigen Erklärungsbedarf bezüglich seiner "ideenlosen, halbherzigen und letztlich fruchtlosen frauenspezifischen Arbeitsmarkt-Maßnahmen" hat. (Schluss) up

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