SP-Valentin: VP-Stiftner hat verschlafen, dass Wien längst auf alternative Energiequellen setzt

Wien (SPW-K) - "Offensichtlich hat VP-Gemeinderat Stiftner die Entwicklung auf dem Energieversorgungssektor in Wien in den letzen Jahren vollständig verschlafen. Anders ist nämlich nicht erklärbar, dass er vehement etwas fordert, das die Stadt längst umsetzt", stellte Mittwoch der Vorsitzende des Umweltausschusses des Wiener Gemeinderates, Erich Valentin, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ zu den Aussagen des VP-Politikers fest.

Das neue, österreichweit größte Biomassekraftwerk in Simmering als bedeutungslosen Beitrag im Sinne alternativer Energieversorgung zu bezeichnen, untermauere einmal mehr, dass sich der Neo-VP-Gemeinderat noch nicht richtig in die Materie eingearbeitet habe, meinte Valentin weiter. Immerhin würden durch die Leistung der besonders umweltfreundlichen, richtungsweisenden Anlage 45.000 (!) Haushalte mit Strom und 10.000 Haushalte durch die Kraft-Wärme-Kopplung mit Fernwärme versorgt werden. Der Gemeinderat erinnerte zudem an das kürzlich in Betrieb gegangene Wasserkraftwerk in Nussdorf, dass rund 10.000 Haushalte mit Strom beliefere. Valentin: "Wien hat zudem österreichweit die großzügigste Förderung für die Errichtung von Solaranlagen, mit der gerade in Bau befindlichen Biogasanlage wird ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung alternativer Energieversorgung unternommen". Zudem seien, so Valentin weiter, bereits praktisch alle in Betrieb befindlichen Wiener Kraftwerke mit höchst wirksamen Kraft-Wärme-Kopplungen ausgestattet. Die Bundeshauptstadt habe dabei Pionierarbeit geleistet.

Auch über die Forderung Stiftners hinsichtlich der Häuser-Wärmedämmung gab sich Valentin erstaunt. "Gerade auch in diesem Bereich übt Wien eine Vorbildrolle aus. Durch die Thewosan-Initiative der Stadt wird allein heuer der Wärmeschutz für 6000 Wohnungen in Wien verbessert. Seit Beginn der Aktion wurden bereits über 430 Wohnhäuser mit insgesamt rund 50.000 Wohnungen wärmetechnisch saniert. Dadurch können pro Jahr 69.000 (!) Tonnen CO2 vermieden werden. Neben Thewosan werden in Wien auch Förderungen für Fernwärmeanschlüsse und erneuerbare Energieträger wie Biomasse, Erdwärme und Sonnenenergie zur Verfügung gestellt", hob der Mandatar hervor.

"Dass sich gerade in Zeiten der Energiespardiskussion Neo-VP-Gemeinderat Stiftner als energiepolitischer Hitzkopf profilieren will, ist im Wissen um die herausragenden Maßnahmen Wiens zur Förderung umweltfreundlicher, alternativer Energien eine besonders ineffiziente Form der Energievergeudung. Wien ist nämlich auch auf dem Gebiet der rationellen, umweltfreundlichen Gewinnung und des Einsatzes von Energie längst eine Musterstadt", schloss Valentin. (Schluss)

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