Großmann: Gas-Streit zeigt Unverzichtbarkeit eigenständiger Energieversorgung

ATP-Kraftwerk "Voitsberg 3" darf nicht stillgelegt werden!

Wien (SK) - "Auch wenn es diesmal gerade noch gut gegangen ist und wieder Gas durch die Pipeline fließt, so zeigt der russisch-ukrainische Gas-Streit doch sehr deutlich die Risken einer importabhängigen Energiepolitik", betonte SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Großmann am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Eine politische Krise viele tausende Kilometer entfernt, ein plötzlich erhöhter Eigenbedarf der Energieländer, unvorhergesehene Entwicklungen am Weltmarkt und schon könnten bei uns die Lichter ausgehen, die Wohnungen kalt bleiben und die Betriebe still stehen. Energieautonomie ist die beste Versicherung, derartige Horrorszenarien nicht Realität werden zu lassen. In Österreich geht man aber, wie es scheint, eine andere Richtung", kritisierte Großmann und verwies auf die mit Mitte 2006 geplante Schließung des Dampfkraftwerks "Voitsberg 3" - trotz Neuwertigkeit und bester Emissionswerte. ****

Mit dieser Abschaltung sollen die Schließungspläne umgesetzt werden, die vor Jahren in Erwartung niedriger Marktpreise gefasst wurden. "Die Energiepreise haben sich aber ganz anders entwickelt, als erwartet. Dennoch weigert sich die Verbundgesellschaft ATP als Anlageneigentümerin und Anlagenbetreiberin, über die Forderung der Region auf Umrüstung auf einen Steinkohle- oder Biomassebetrieb ernsthaft auch nur nachzudenken", kritisierte Großmann. "Angesichts der weltweiten Entwicklungen wäre die Abschaltung von 'Voitsberg 3' ein wirtschafts- und energiepolitischer Wahnsinn", so Großmann, die abschließend betonte: "Hier darf sich auch der zuständige Minister Bartenstein nicht aus der Verantwortung stehlen." (Schluss) up

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