Weninger: Noch nie so viele Arbeitslose in NÖ: 62.060 ohne Job

Bundesregierung investiert Geld lieber in Selbstbeweihräucherung als in Arbeitsmarktpolitik

St. Pölten, (SPI) - "350.000 Menschen ohne Job sind ein sozialer Skandal, für den die Bundesregierung verantwortlich zeichnet. Auch für 55.846 NiederösterreicherInnen beginnt das neue Jahr mit Arbeitslosigkeit. Nicht in der Statistik sind jene Menschen, die keinen Job haben und sich derzeit in Schulungsmaßnahmen befinden. Damit sind zu Jahreswechsel 62.060 NiederösterreicherInnen von Arbeitslosigkeit betroffen, unser Bundesland musste im Dezember im Österreichvergleich mit einem Anstieg von 5,1 % die höchste Steigerungsrate bei den Arbeitslosenzahlen verkraften", schildert der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger, die triste Lage am heimischen Arbeitsmarkt.****

"Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind mehr als nur eine weiterer trauriger Rekord, im an Negativrekorden wahrlich nicht armen Jahr 2005, sie sind vielmehr der endgültige Beweis für das Versagen der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung", so Weninger weiter. Österreichweit waren im Dezember 307.282 Menschen arbeitslos gemeldet, zählt man jene dazu, die sich gerade in Schulung befinden, waren sogar 350.886. Die Arbeitslosigkeit stieg in Österreich um 3,1 Prozent, in der Ostregion um 4,1 Prozent und in Niederösterreich 5,1 Prozent. Seit Jahren besonders dramatisch betroffen sind Jugendliche und Frauen, bei denen die Arbeitslosigkeit um 5,7 Prozent bzw. 6,5 Prozent anstieg.****

Mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit 2006 wird von Experten gerechnet. "Die Bundesregierung nimmt sehenden Auges mit ihrer Klientelpolitik 1/3 der Arbeitslosen stillschweigend in Kauf! Hier werden bewusst weit über 100.000 Menschen draußen vor der Tür gelassen, um einer kleinen Gruppe noch mehr an Steuerzuckerln und Privilegien zukommen lassen zu können", appelliert Weninger an die Verantwortung der Bundesregierung.

"Was muss noch passieren, dass Bartenstein und Co. verstehen, dass es die Menschen erst einmal Geld haben müssen, um auch etwas kaufen zu können! Dass die Regierung nicht genug unternimmt und die Arbeitslosigkeit um rund 1/3 gesenkt werden könnte, ist keine blauäugige Forderung einer Oppositionspartei, sondern die Überzeugung eines renommierten Wirtschaftswissenschafters, nämlich die des WIFO-Chefs, Karl Aigner. Er beschreibt als notwendige Maßnahmen die Steigerung der Forschungsausgaben, die Standortstärkung und die Verbesserung von Infrastruktur und Qualifizierung. So lange aber die Bundesregierung die Steuermittel lieber in Werbekampagnen und Selbstbeweihräucherungen investiert als in die Arbeitsmarktpolitik und die Aus- und Weiterbildung, so lange werden noch viele Menschen auf einen Hoffnungsschimmer warten müssen", fordert Weninger einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel und eine finanzielle Verstärkung der vorhandenen Maßnahmen. In Niederösterreich müssen Aktionen wie "Job konkret", das Pilotprojekt "Lehre plus" und die Initiative "Start up" rasch zu einem flächendeckenden Lehrausbildungsnetz zusammengefasst und ausgebaut werden. "Einzelaktivitäten mit coolen Sprüchen und popigen Foldern sind zu wenig, wie die traurige Realität von über 7.000 Jugendlichen ohne Job in Niederösterreich beweist", so Weninger.
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