ARBÖ: Nasser Schnee - Lawinenalarm auch im Stadtgebiet

Autofahren mit "Guckloch" ist im Straßenverkehr ausgesprochen gefährlich

Wien (OTS) - Der schwere und matschige Schnee kommt aufgrund der herrschenden Wetterlage besonders leicht ins Rutschen. Somit gilt auch im Stadtgebiet höchste (Dach)-Lawinengefahr, warnt der ARBÖ. Besonders wichtig ist es, das Fahrzeug gründlich von Schnee zu reinigen und nicht - aus lauter Bequemlichkeit - nur ein kleines Guckloch freizumachen.

Zurück zum Dachlawinenalarm: "Wenn möglich sollten Autofahrer ihre Fahrzeuge nicht direkt vor Häusern parken, die mit Dachlawinen-Warntafeln gekennzeichnet sind oder von denen die Schneelast abzustürzen droht. Verlassen sie sich nicht nur auf angebrachte Warntafeln oder Schutzgitter", warnt die ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger. "Ein vorsorglicher Blick nach oben kann nicht schaden."

"Hauseigentümer sind in jeden Fall im Sinne der Sorgfaltspflicht verpflichtet, Schnee oder Eis rechtzeitig vom Hausdach und möglichen Gefahrenquellen zu befreien," so die ARBÖ-Verkehrsjuristin. Weiters muss der Hauseigentümer nachweisen können, prompt die Gefahr erkannt und auch dementsprechende Vorkehrungen getroffen zu haben. Dazu zählt das Anbringen von Schutzvorrichtungen, wie etwa Warntafeln, Schutzgitter oder das rechtzeitige Verständigen von Dachdecker bzw. Feuerwehr. Gibt es übrigens durch den Abgang einer Dachlawine Verletzte, muss der Verantwortliche mit einer gerichtlichen Strafanzeige rechnen.

Zwtl. Gefähliches Guckloch

Wer das Auto gerade jetzt nach den Weihnachsferien unter einer dicken Schneehaube vorfindet, sollte nicht verabsäumen, dieses vor dem Wegfahren vollständig vom Schnee zu säubern, raten die ARBÖ-Verkehrsexperten dringend.

Abgesehen von der extrem eingeschränkten Sicht, kommt es während der Fahrt durch wegfliegende Schneeklumpen zu gefährlichen Situationen. Nicht nur bei Notbremsungen kommt der besonders nasse Schnee leicht ins Rutschen. Entweder der Lenker selbst oder andere Verkehrsteilnehmer werden durch die herunterfallenden Massen erschreckt bzw. im Fahren behindert.

Autofahrer müssen nach den Kälte- und Schneephasen der letzten Tage mit Startproblemen rechnen, wenn sie das Fahrzeug länger nicht in Betrieb genommen haben, warnen die ARBÖ-Verkehrsexperten dringend. Vor allem schlecht gewarteten Batterien könnte die Kälte stark zugesetzt haben, sodass Starthilfe notwendig wird. "Genug Zeit sollte eingeplant werden", so der ARBÖ.

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