Dienstleistungsgewerkschafter Kaske zufrieden mit 2005 (1)

Keine Trinkgeldsteuer mehr, weniger Saisoniers, gute Kollektivverträge

Wien (HGPD/ÖGB) - "Durchaus erfreulich" ist die Bilanz, die Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) in einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 4. Jänner 2006, im Cafe Schottenring über das Jahr 2005 zog. Er verwies auf die Abschaffung der Trinkgeldsteuer, wo die HGPD wichtige Überzeugungsarbeit geleistet hat, auf erfolgreiche Kollektivverträge, Betriebskollektivverträge und Sozialpläne. Auch dass das Saisonierkontingent um 10 Prozent gesenkt wurde, freute den Gewerkschafter. HGPD-Rechtsexpertin Maga. Canan Aytekin-Yildirim berichtete aus der Praxis von geklärten Rechtsfällen und dem Trend zu "seltsamen" Arbeitsverträgen.++++

"Vor etwa einem Jahr ist es uns - mit einigen Mitstreitern gelungen, den Finanzminister von der Abschaffung der Trinkgeldsteuer zu überzeugen", schmunzelte der HGPD-Vorsitzende. Kaske berichtete stolz von Erfolgen auf der KV-Seite: "So konnte der zuständige HGPD-Sekretär Michael Haim ein Plus von knapp 3 Prozent für Denkmal-, Fassaden- und GebäudereinigerInnen ausverhandeln. Der HGPD-Vorsitzende verwies auch auf den McDonald’s-Betriebs-KV: "Ein freies Wochenende pro Monat, ein stundenweiser Nachtzuschlag ab 22 Uhr - das ist eine Rarität im Gastgewerbe." Stolz ist der HGPD-Vorsitzende auch auf Sozialpläne, wie zum Beispiel für den Umbau des Hotel Sacher abgeschlossen wurde.

Maga. Canan Aytekin-Yildirim berichtete aus der HGPD-Rechtsabteilung, dass dubiose Arbeitsverträge immer mehr um sich greifen: "Im Gastgewerbe gibt es immer öfter Alles-Inklusive-Verträge, im Friseurgewerbe wird die Rückerstattung von Ausbildungskosten verlangt oder Konkurrenzklauseln sollen unterschrieben werden - bei einem Einkommen um 1000 Euro eher seltsam." Die Gewerkschaft HGPD wird sich vermehrt gegen solche Verträge stark machen und mit der Wirtschaftskammer und den diversen UnternehmerInnen Kontakt aufnehmen. "Sollte das nicht klappen, können wir uns gut vorstellen, eine Warnliste der Firmen, die solche Verträge abschließen, ins Internet zu stellen", erklärte HGPD-Vorsitzender Kaske.

ÖGB, 4. Jänner 2006 Nr. 5

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