Neues Volksblatt: "Tabulos" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Jänner 2006

Linz (OTS) - "Tabulos" will Ärztekammerchef Brettenthaler darüber disktuieren, ob im Bereich der Krankenversicherung statt der Pflichtversicherung eine Versicherungspflicht eingeführt werden soll.

Am Ende dieser Diskussion könnte ein Tabubruch stehen - dass nämlich die letzte Stunde eines solidarischen Umlagesystems geschlagen hat, das vielleicht nicht perfekt, aber immer noch besser als alles andere ist. Jene Zwei-Klassen-Medizin, vor der gerne gewarnt wird, wäre die Folge.
Im Kfz-Bereich etwa heißt Versicherungspflicht, dass es für männliche Autolenker unter 25 gar nicht so einfach ist, eine Versicherung zu finden. Und wenn, dann zu sehr hohen Prämien.
Auf die Krankenversicherung umgelegt könnte das bedeuten, dass ältere, krankheitsanfälligere Menschen auch das Problem haben werden, sich zu leistbaren Prämien zu versichern. Noch bekommt dank Pflichtversicherung jeder jede medizinische Leistung, die er braucht. In Zukunft, nach einer "tabulosen" Diskussion, könnte vor der ersten Diagnose der Blick auf die Versicherungskarte über Wohl und Wehe des Patienten entscheiden.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001