Maier: Silvester-Unfälle Jahr für Jahr dramatischer - Rauch-Kallat beschwichtigt

SPÖ-Antrag fordert Unfallursachenforschung - Verletzungen sowie Sachschäden werden unterschätzt

Wien (SK) - Die traurige Bilanz der heurigen Silvesternacht zeige den dringenden Handlungsbedarf für Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, betonte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Vor knapp einem Monat habe Rauch-Kallat Maier auf eine parlamentarische Anfrage des SPÖ-Abgeordneten beschwichtigend geantwortet, es gebe 350 Verletzungen durch Feuerwerkskörper rund um Silvester, die Knallerei sei insgesamt "nicht so gefährlich". Maier: "Diese Hochrechnung kann nicht stimmen. Glaubt man den Angaben von Krankenhäusern und Fachärzten, muss mit einer zehnfach höheren Zahl an Verletzten gerechnet werden." Die Untätigkeit der Ministerin sei demzufolge "grob fahrlässig". Der SPÖ-Abgeordnete fordert per Antrag eine entsprechende Unfallursachenforschung. ****

In der Silvesternacht 2005/2006 habe es "weitaus grässlichere Unfälle als im Vorjahr" gegeben, so Maier. In der Steiermark kam ein Mann ums Leben, der mit Feuerwerkskörpern hantiert hatte. Im Pinzgau erlitt ein 15-Jähriges Mädchen durch die Explosion eines Knallkörpers schwere Verletzungen, in Niederösterreich verlor ein 22-Jähriger drei Finger, in Oberösterreich erlitten ein 17-Jähriger und sein Vater schwere Verletzungen etc. "Allein im AKH Wien geht man von jährlich 200 Kindern aus, die in der Neujahrsnacht mit schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper in die Notaufnahme eingeliefert werden. HNO-Fachärzte gehen von 1.000 teils irreparablen Hörschäden pro Silvester aus. Es gibt wirklich keinen Grund, das Problem zu verharmlosen", unterstrich Maier.

Maier, der sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt, führt neben den Verletzungen auch die immer größeren volkswirtschaftlichen Schäden durch die Silvesterknallerei ins Felde. "Die Sachschäden gehen in die Abermillionen", so der SPÖ-Abgeordnete. Insgesamt sei der Umgang mit der Knallerei in Österreich zu lasch, monierte Maier abschließend. Das Pyrotechnik-Gesetz werde in mehrfacher Hinsicht nicht eingehalten, entsprechende Kontrollen gebe es viel zu wenig. (Schluss) sk/mp

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