Öllinger: Regierung Schüssel verantwortet höchste Arbeitslosigkeit in zweiter Republik

Grüne: Junge Menschen zahlen Zeche für verfehlte Bildungspolitik von Gehrer und Co.

Wien (OTS) - "Auch wenn die Bundesregierung bzw. Arbeitsminister Bartenstein noch so oft darauf hinweisen, dass sich die Zahl der Einstellungszusagen erhöht habe, die Konjunkturpakete demnächst greifen würden und Österreich innerhalb der EU gar nicht so schlecht liegen würde: wir haben Rekordarbeitslosigkeit", kommentiert Karl Öllinger, stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, die jüngsten Arbeitslosenzahlen, die höchsten jemals im Dezember gemessenen. Besonders problematisch sieht Öllinger den Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jungen (unter 25): "Die Jungen zahlen die Zeche für die verfehlte Bildungspolitik und die Pensionsreformen der letzten Jahre!". Öllinger weist darauf hin, dass Österreich im Unterschied zu vielen anderen EU-Ländern bei den Jungen seit 2000 einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit erlebt: "Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung sind offensichtlich völlig unzureichend!"
Die für 2006 angekündigte Ausweitung der Schulungsaktivitäten des AMS wird nach Ansicht Öllingers kaum Abhilfe schaffen. Wegen steigender Arbeitslosigkeit sind - so Öllinger - die meisten Maßnahmen des AMS seit Jahren ausgedünnt und zeitlich gekürzt worden, sodass für die Arbeitslosen daraus kaum Verbesserungen resultieren.
Öllinger weist darauf hin, dass es auf europäischer Ebene Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit brauchen würde. Von der österreichischen Bundesregierung, die im nächsten halben Jahr die EU-Präsidentschaft innehat, erwartet er sich aber diesbezüglich wenig: "Wer im eigenen Land komplett versagt, wird kaum für Europa ein gutes Beispiel abgeben können."

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