ÖGJ-Lindner: 2005 war das Jahr der Jugendarbeitslosigkeit

Bundesregierung muss endlich etwas tun - Ausbildungsfonds und 35-Stunden-Woche gefordert

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Auch im Dezember kam es zu keiner Trendumkehr bei der Jugendarbeitslosigkeit: 49.454 Jugendliche (bis 24 Jahre) waren arbeitslos, das sind um 1.751 mehr als ein Jahr zuvor. Dazu kommen noch 18.561 Jugendliche in Schulungsmaßnahmen. "2005 war das Jahr der Jugendarbeitslosigkeit. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Bundesregierung endlich etwas unternimmt, damit wir in einem Jahr eine bessere Bilanz ziehen können", sagt der Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Mario Lindner.++++

Arbeitsminister Martin Bartenstein und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sollten endlich aufhören, die Jugendarbeitslosigkeit bloß zu verwalten, anstatt sie wirksam zu bekämpfen. "Sich immer nur auf Wirtschaftslage und Konjunktur auszureden hilft den betroffenen Jugendlichen gar nichts. Vor allem den Jüngsten unter ihnen, die vergeblich auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, muss mit Sofortmaßnahmen wie einer Ausweitung der JASG-Lehrgangsplätze auf mindestens 10.000, der Wiederbelebung der Lehrlingsstiftungen oder einem Ausbildungsfonds geholfen werden", verlangt Lindner. Über letzteren sollen auch die Ausbildungsverweigerer unter den Unternehmen einen gerechten Anteil zur Finanzierung der Fachkräfteausbildung beitragen.

Auf Dauer sei aber eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Arbeit notwendig: "Die Gewerkschaftsjugend fordert die Einführung der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich - für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, und natürlich auch für alle Lehrlinge", schließt der ÖGJ-Bundessekretär.(fk)

ÖGB, 3.1.2006 Nr. 4

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
Tel.: (++43-1) 534 44/290 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004