Heinisch-Hosek: Überdurchschnittlicher Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit liegt an Versagen der Regierung

Gezielte Investitionen und Sofort-Programm nötig

Wien (SK) - "Mit den aktuellen Dezember-Daten zur Frauenarbeitslosigkeit manifestiert sich das Versagen der teilnahmslosen Regierung und ihrer halbherzigen Maßnahmen", kritisierte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die heute veröffentlichten Daten des AMS weisen die höchste Dezember-Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik aus. "Und das liegt vor allem am überdurchschnittlichen Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit", erklärte Heinisch-Hosek. Konkret stieg die Frauenarbeitslosigkeit um 4,3 Prozent, die der Männer um 2,4 Prozent. "Bartensteins Schein-Programme und Rauch-Kallats Wegschauen nützen wenig. Gezielte zusätzliche Investitionen und ein Sofort-Programm sind nötig, denn a la longue kann weder unsere Gesellschaft noch die Wirtschaft auf die Erwerbstätigkeit von Frauen verzichten", betonte die SPÖ-Frauensprecherin. "Die Regierung", erinnerte Heinisch-Hosek, "macht aber genau das Gegenteil, sie zieht Geldmittel für den Frauen-und Jugendschwerpunkt zurück". ****

Der Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit ist für Heinisch-Hosek eindeutig sowohl in der erwerbsfeindlichen Frauenpolitik der Regierung begründet und auch "in der Lieblosigkeit und Ideenlosigkeit der gesetzten Maßnahmen gegen die hohe Frauenarbeitslosigkeit". Zu verweisen sei hier auf die Zuverdienstgrenze beim Kindergeld; auf die Tatsache, dass sich die SPÖ-Befürchtungen bezüglich einer längeren Karenzzeit und der damit verbundenen erhöhten Schwierigkeiten, wieder in den Beruf einzusteigen, bestätigt haben; auf die hohe Einkommensschere, die selbst von der EU-Kommmission kritisiert wird; auf die mangelnden Kinderbetreuungsplätze; und auf den exorbitanten Anstieg der geringfügigen Erwerbstätigkeit. "Frauen brauchen Vollzeitjobs mit einem Einkommen, das ein eigenständiges Leben ermöglicht. Aber wenn Frauen schon geringfügig erwerbstätig sind, dann müssen sie wenigstens besser sozial- und arbeitsrechtlich abgesichert sein", so Heinisch-Hosek.

Heinisch-Hosek bekräftigte daher die SPÖ-Forderungen, dass Arbeitsstiftungen für Frauen gegründet werden müssen, dass ein Frauenförderfonds, dotiert mit 100 Millionen Euro, zusätzlich eingerichtet werden soll, dass ein Frauenschalter, wie von Frauenministerin Rauch-Kallat versprochen, bei den AMS-Beratungsstellen eingerichtet werden soll und dass verpflichtende Gespräche noch während der Karenz stattfinden sollen. "Auch der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen und die Verbesserung des Kindergelds - das derzeitige Modell bestraft Frauen, die früher in das Erwerbsleben einsteigen - müssen ganz oben auf einer Maßnahmenliste stehen, die Frauenarbeitslosigkeit nachhaltig absinken lässt. Davon ist die Regierung leider nicht nur meilenweit entfernt, sondern Bartenstein und Rauch-Kallat haben offensichtlich nicht die geringste Lust, den Weg dorthin einzuschlagen", kritisierte Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

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