AKNÖ-Staudinger: "Rote Laterne für Niederösterreich" - 5,1 % mehr Arbeitslose

Höchster Anstieg aller Bundesländer - Mehr Teilzeitarbeit ändert an Dramatik nichts

Wien (AKNÖ) - Niederösterreich verzeichnet im Dezember den höchsten Anstieg an Arbeit Suchenden von allen Bundesländern. AKNÖ-Präsident Staudinger: "55.846 NiederösterreicherInnen waren zum Jahreswechsel ohne Arbeit, das sind um 2.695 Arbeitslose mehr als im Vorjahr. Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich damit leider bewahrheitet. Schon zum Jahreswechsel 2004/2005 warnte die Niederösterreichische Arbeiterkammer davor, dass sich die Rekordarbeitslosigkeit noch weiter erhöhen wird."

Zusammen mit den Schulungsteilnehmern sind derzeit 62.060 NiederösterrreicherInnen ohne festen Arbeitsplatz. "Seit es eine Arbeitsmarktstatistik gibt, wurde diese Zahl noch nie erreicht", stellte der AKNÖ-Präsident fest. Niederösterreich verzeichnet mit einem Zuwachs von 5,1 % den höchsten Anstieg aller Bundesländer. Ohne diesen schlechten Wert, wäre auch der Anstieg in der Ostregion mit 4,1 % wesentlich günstiger ausgefallen.
In ganz Österreich erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich dazu um 3,1 %.
Für benachteiligte ArbeitnehmerInnengruppen liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit noch über dem niederösterreichischen Rekordzuwachs:
Jugendliche +5,7 %, Frauen +6,5% und ausländische ArbeitnehmerInnen mit +8,3%.
"Dass gleichzeitig die Beschäftigtenzahl um 6.320 auf 521.694 gestiegen ist, ändert an der Dramatik der Redkordarbeitslosigkeit überhaupt nichts. Der Zuwachs ergibt sich überwiegend aus Teilzeitbeschäftigten und älteren Arbeitnehmern, die sich in der Ruhephase der Altersteilzeit befinden und daher nicht mehr arbeiten.", analysiert AKNÖ-Arbeitsmarktexperte Marc Pointecker. Die Niederösterreichische Arbeiterkammer fordert von der Wirtschaftspolitik einen Kurswechsel. AKNÖ-Präsident Staudinger: "Der Tourismus profitiert von der guten Schneelage, an vielen Baustellen konnte wegen der milden Witterung im Dezember gearbeitet werden, die Lohnerhöhungen waren maßvoll, es gibt keine Ausreden mehr. Die Arbeitslosigkeit ist zum größten Teil hausgemacht."
"Es muss mit den ständigen Rekordarbeitslosenzahlen ein Ende haben, unsere Vorschläge, mehr in Bildung, Ausbildung und Infrastruktur zu investieren, liegen längst auf dem Tisch", so Präsident Staudinger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
peter.sonnberger@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001