ÖAMTC: Mit dem Auto ins europäische Ausland - was 2006 mit an Bord sein muss

Club-Touristiker informieren über Mitführpflichten

Wien (OTS) - Eine Reise ins Ausland muss auch in Sachen Autoausrüstung gut geplant sein. Die Missachtung der jeweiligen Mitführpflichten kann ärgerliche Strafen nach sich ziehen.
Zum verpflichtenden Standard in jedem Wagen gehört neben Verbandspaket und Warndreieck nun auch die Warnweste. "Wer noch kein EU-Kennzeichen montiert hat, sollte weiterhin ein A-Pickerl kleben", rät ÖAMTC-Tourstikerin Erika Kabourek. "Unbedingt anzuraten sind auch Grüne Karte und Europäischer Unfallbericht." Auch wenn die Vorlage der grünen Karte in der EU längst nicht mehr Pflicht ist, werden dem ÖAMTC immer wieder Fälle - z.B. aus Italien - gemeldet, in denen die Exekutive danach verlangt. "Derartige nationale Besonderheiten sind in einem Europa des freien Personenverkehrs eigentlich Anachronismus", beklagt sich Kabourek. "Der ÖAMTC setzt sich im Rahmen seines internationalen Dachverbandes FIA für eine Vereinheitlichung dieser Mitführpflichten ein."

Diese Mitführpflichten müssen befolgt werden

* Slowenien: Neben einem Ersatzlampenset müssen Besitzer von Anhängern an ein zweites Warndreieck auch für Anhänger denken.

* Kroatien: Ein zweites Warndreieck auch für Anhänger, eine Warnweste und ein Abschleppseil sind die obligatorische Autoausrüstung für das beliebte Autoreiseziel der Österreicher. Achtung: Hier gilt die Warnwestenpflicht auch für Motorradfahrer.

* In Spanien muss neben dem Ersatzlampenset und der Warnweste auch ein Reserverad im Auto sein.

* Bulgarien, Türkei und Griechenland: In diesen Ländern muss ein Feuerlöscher mit an Bord. Für die Türkei wird außerdem ein zweites Warndreieck benötigt.

Diese Mitführpflichten sind Empfehlungen

* Italien: Eine Warnweste muss beim Aussteigen auf Freilandstraßen angezogen werden. Es empfiehlt sich daher, sie griffbereit im Auto liegen zu haben.

* Polen und Rumänien: Die Mitnahme eines Feuerlöschers wird angeraten.

* Slowakei und Tschechien: Für beide Länder sollte ein Ersatzlampenset mit auf die Reise.

Licht am Tag-Bestimmungen und Promillegrenzen

In Tschechien gilt Licht am Tag noch bis zum letzten Sonntag im März (wird voraussichtlich Mitte 2006 auf eine ganzjährige Pflicht geändert), in der Slowakei noch bis zum 15. März. Ganzjährig Licht am Tag gilt in Ungarn, Slowenien und Italien. Dem Beispiel der Schweiz und Frankreich folgend, hat Deutschland 2005 die Empfehlung ausgesprochen, mit Licht am Tag zu fahren.

Absolutes Trinkverbot für Kraftfahrer besteht in der Slowakei, in Tschechien und Ungarn. In Deutschland, der Schweiz und in Italien ist die Obergrenze auf 0,5 Promille festgelegt.

Mehr Informationen zu den Verkehrsbestimmungen in Europa und Wissenswertes rund ums Reisen findet man in der ÖAMTC Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/reise

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