Katastrophenhilfebilanz 2005: Bundesheer leistete mehr als 500.000 Arbeitsstunden

Platter: "Auch in Zukunft stehen 10.000 Soldaten für Katastrophenhilfsaufgaben zur Verfügung." Wien (OTS) - Im Jahr 2005 waren Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres immer zur Stelle, wenn nach Katastrophen oder Unglücksfällen in Österreich Hilfe benötigt wurde. Sie kämpften gegen Fluten, evakuierten in Not geratene Menschen, beseitigten Schäden von Lawinen- oder Murenabgängen, lösten Verklausungen, unterstützten Suchaktionen nach Vermissten oder bekämpften Waldbrände. Mit Jahresende blicken die Helfer auf mehr als 500.000 Arbeitsstunden im Hilfs- und Katastropheneinsatz zurück. Die Luftstreitkräfte beförderten mehr als 5.600 Personen, 680 Tonnen Material und 134.000 Liter Wasser, um Waldbrände zu bekämpfen. "Schutz und Hilfe für die Menschen in Österreich gehören natürlich auch in Zukunft zu den wichtigsten Inlandsaufgaben des Bundesheeres. Und die Heeresreform garantiert, dass auch weiterhin mindestens 10.000 Soldaten zur Verfügung stehen", sagt Verteidigungsminister Günther Platter.

Ihre erste Bewährungsprobe bestanden die Hilfskräfte des Heeres bereits im Februar: Als die obersteirische Planneralm durch starke Schneefälle von der Umwelt abgeschnitten war, saßen 280 Menschen, darunter 230 Kinder, fest. Als letzten Ausweg errichtete das Bundesheer eine Luftbrücke und evakuierte die Urlauber. Zur gleichen Zeit arbeiteten Soldaten in vielen Teilen des Landes unermüdlich daran, Gleisanlagen und Bahnhöfe von den Schneemassen zu befreien.

Der dramatische Höhepunkt folgte im Sommer als das Augusthochwasser viele Gebieten Westösterreichs und in der Steiermark überschwemmte. Wieder rückten die Katastrophenhilfe-Experten des Bundesheeres aus. Sie errichteten Brücken und Sandsackbarrieren, pumpten überflutete Keller aus und sprengten abrutschgefährdete Berghänge. Zu Spitzenzeiten kämpften 2.600 Offiziere, Unteroffiziere, Chargen und Rekruten gemeinsam mit anderen Helfern gegen die verheerenden Folgen des Hochwassers.

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