Vassilakou schließt Schwarz-Grüne Koalition nicht aus

Klubobfrau der Wiener Grünen relativiert im "Wien heute"-Interview die Aussagen ihrer Parteifreunde auf der letzten Landesversammlung

Wien (OTS) - Die Klubobfrau der Wiener Grünen schließt Verhandlungen über eine Schwarz-Grüne Koalition nicht aus. In der ORF-Sendung "Wien heute" sagte Vassilakou, sie würde ein Verhandlungsangebot von SPÖ oder ÖVP nach der kommenden Nationalratswahl schon aus taktischen Gründen niemals ausschließen.

Die Wiener Grünen hatten im Frühjahr 2003 mit ihrer Ablehnung einer Schwarz-Grünen Koalition für Aufsehen gesorgt. Auch auf der Landesversammlung im November 2005 hatten sie entsprechenden Überlegungen von Bundessprecher Alexander Van der Bellen noch eine klare Absage erteilt. Im "Wien heute"-Interview sagt Vassilakou jetzt, sie gehe davon aus, dass es nach der nächsten NR-Wahl eine Große Koalition geben werde und die Grünen in der Opposition bleiben müssten. Sollte es aber wider Erwarten doch ein Verhandlungsangebot von SPÖ oder ÖVP geben, werde man es gemeinsam abwägen. Auf die Nachfrage, ob das heiße, dass sie schwarzgrüne Koalitionsverhandlungen nicht ausschließe, sagte Vassilakou: "Und sei es auch rein aus verhandlungstaktischen Gründen würde ich so etwas niemals tun."
Zur Situation der Wiener Grünen nach den internen Streitigkeiten vom November sagte die Klubobfrau, als Chefin einer basisdemokratischen Partei müsse man vier Mal soviel arbeiten wie der Chef einer herkömmlich strukturierten Partei. "Wir brauchen viel, viel mehr Kommunikation und Koordination." Von dem neuen Steuerungsgremium erwarte sie aber die Entlastung, die sie brauche.

Die Reihe der Jahreswechsel-Interviews in "Wien heute" (19 Uhr, ORF2) wird morgen (30.12.) mit FPÖ-Chef Heinz Christian Strache abgeschlossen.

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