Raucherentwöhnung: Kein Zug mehr nach drei Wochen

VAEB bietet erfolgreiches Programm mit Nachhaltigkeit an

Wien (OTS) - Mit dem Rauchen zu beginnen ist einfach, aufzuhören relativ schwierig. Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau bietet für ihre Versicherten ein Erfolg versprechendes Programm zur Raucherentwöhnung an, das auf Basis von langjährigen Forschungsarbeiten entwickelt und nunmehr erfolgreich umgesetzt wurde.

Das Raucherentwöhnungsprogramm der VAEB hat sich bewährt, die Nachhaltigkeit ist bereits mehrfach erwiesen. Ein Jahr nach der Entwöhnung entsagen je nach ursprünglicher Abhängigkeit bis zu 80 Prozent der ehemaligen Raucher immer noch der Zigarette. Das Programm der VAEB liegt damit im internationalen Vergleich im absoluten Spitzenfeld.

Die Beratung von entwöhnungswilligen Rauchern erfolgt grundsätzlich in drei Stufen. Im Zuge eines Beratungsgespräches wird versucht, Raucher davon zu überzeugen, dass es sich lohnt mit dem Rauchen aufzuhören. Gleichzeitig wird er zu einem Entwöhnungsversuch motiviert. Nur durch ein erfolgreich absolviertes Erstberatungsgespräch wird die Voraussetzung für eine sinnvolle Therapie geschaffen, erklärt die Projektleiterin Beate Atzler.

Im Anschluss an die Erstberatung wird die Abhängigkeit des Rauchers vom Nikotin durch einen Test ermittelt, dann erst können die eigentliche Therapie beginnen, ergänzt Peter Grabner, Leitender Arzt der VAEB. Entscheidend für den Erfolg der Raucherentwöhnung ist demnach nicht nur die Freiwilligkeit, sondern vor allem der feste Entschluss, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Motivationsaufbau und kompetente Beratung von entwöhnungswilligen Rauchern bilden somit die wesentlichsten Grundsteine für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung!

Aufgrund der Auswertung der Testergebnisse lassen sich die Raucher in die drei Stufen kategorisieren, wobei zwischen leichten bis mittelleichten und stark abhängigen Rauchern unterschieden wird. Die Gesundheitseinrichtung Josefhof der VAEB in der Nähe von Graz bietet derzeit ein dreiwöchiges stationäres Entwöhnungsprogramm für schwer abhängige Raucher sowie ein Programm zum Nichtrauchen in 8 Tagen für leichte Raucher an .

Besonders erfreulich sind die Erfolge des noch jungen Programms Nichtrauchen in 8 Tagen, wie eine gerade von der VAEB abgeschlossene Projektstudie zeigt. 91 Prozent rauchfreie Teilnehmer nach einem Jahr der stationären Entwöhnung sind ein geradezu sensationelles Ergebnis.

Vor Beginn der Entwöhnung betrug der durchschnittliche Konsum der Testpersonen 24 Zigaretten pro Tag, was sich zusammen mit anderen Testergebnissen als durchschnittlich abhängig einstufen lässt, sagt Atzler. Bestehende und auf das Rauchen zurück zu führende Gesundheitseinschränkungen waren für die Teilnehmer an sich kein Grund für die Entwöhnung, die eigene Motivation mit dem Rauchen zu Schluss zu machen stand für alle im Vordergrund. Sorgen vor weiteren negativen Auswirkungen des Rauchens auf die Gesundheit waren allerdings vorhanden.

Das erfolgreiche Programm zur Raucherentwöhnung kann von den Anspruchsberechtigten der VAEB, aber auch von Versicherten anderer interessierter Kassen in Anspruch genommen werden. Bisher haben etwa 150 Raucher pro Jahr diese Möglichkeit genutzt.

Die Gefahr, innerhalb der ersten Monate nach der Entwöhnung wieder zur Zigarette zu greifen, besteht vor allem bei beruflichen oder privaten Stresssituationen. Für solche Situationen empfehlen wir, möglichst umgehend unsere Beratungsstellen aufzusuchen, um den neuerlichen Griff zur Zigarette vermeiden zu können, so Atzler. Ein Rückfall ist andererseits auch kein Grund entmutigt zu sein. Manche Menschen brauchen zwei oder drei Entwöhnungstherapien, um endgültig vom Nikotin loszukommen.

Anlaufstellen für Raucher mit Wunsch zum Aufhören sind neben dem Kundenbetreuungszentrum in Wien die Außenstellen und die Gesundheits-und Betreuungszentren (GBZ) der VAEB. In diesen Gesundheits- und Betreuungszentren werden über die allgemeinen Beratungstätigkeiten der Sozialversicherung hinausgehende Gesundheitsaktivitäten wie zum Beispiel Raucher-, Stress- und Ernährungsberatung gesetzt. Parallel dazu werden präventivmedizinische Schwerpunkte angeboten. In den neu gestalteten Räumlichkeiten direkt in den Bahnhofsgebäuden in Villach und Linz wird den Versicherten ein umfassendes Beratungsangebot für einen optimalen Zugang zu Gesundheitsleistungen der VAEB angeboten. Im kommenden Jahr wird ein weiteres Gesundheits- und Betreuungszentrum im Grazer Hauptbahnhof eröffnet.

Die VAEB ist im Rahmen der 61. ASVG-Novelle Anfang 2005 durch die Zusammenlegung zweier berufsständischer und traditionsreicher Sozialversicherungsträger entstanden, nämlich der Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen und der Versicherungsanstalt des österreichischen Bergbaus. Als solche ist die VAEB eine Körperschaft öffentlichen Rechts und wird, wie auch die übrigen Sozialversicherungsträger, von den Versicherten selbst im Rahmen der so genannten Selbstverwaltung verwaltet. Die VAEB betreut bundesweit rund 290.000 Anspruchsberechtigte, davon knapp 50.000 aus dem Bereich Bergbau, und ist für die Kranken- und Pensionsversicherung und für die Eisenbahnbediensteten auch für die Unfallversicherung zuständig.

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