Kickl: EU-Porno-Plakate: Schüssel möglicherweise Auftraggeber?

500.000 Euro vom Bundeskanzleramt?

Wien (OTS) - "Der Kanzler versucht zwar, das Unschuldslämmchen zu mimen, die Indizien deuten aber darauf hin, daß er über die skandalösen EU-Porno-Plakate wesentlich besser Bescheid wußte, als er zugibt", sagte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Schüssel sei möglicherweise eher ein Auftraggeber denn ein "Stopper" dieser Aktion.

Dem Vernehmen nach habe das Bundeskanzleramt für diese Aktion nämlich bereits 500.000 Euro überwiesen. "Bei einer solchen Summe muß man davon ausgehen, daß der Kanzler die Sujets gekannt hat", meinte Kickl. "Oder er läßt Gelder überweisen für etwas, das er gar nicht kennt. Dann muß er sich fragen lassen, inwieweit er das Bundeskanzleramt überhaupt noch unter Kontrolle hat. Beides wirft jedenfalls kein gutes Licht auf Schüssel, der offenbar versucht, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen." Wenn es dem Kanzler wirklich um Schadensbegrenzung gehe und er es nicht beim Reden bewenden lasse, solle er umgehend die Abläufe bei der Auftragsvergabe offenlegen. Es könne schließlich nicht sein, daß letztlich niemand dafür verantwortlich zeichne. Den Steuerzahler würde es sicherlich interessieren, welche Damen und Herren im Bundeskanzleramt sich für derartiges begeistern könnten.

Überhaupt sei es skandalös, daß man sinnlose Eitelkeiten wie "25 Peaces" mit Millionen von Euro fördere, während Rekordarbeitslosigkeit herrsche und man die Aufbaugeneration mit einem Almosen abspeise, empörte sich Kickl, der gleichzeitig auch die Entrüstung der SPÖ als heuchlerisch bezeichnete. "Gerade in Wien haben die Genossen das Steuergeld mit vollen Händen verschleudert, um etwa mit der Subventionierung türkischer Beflaggung öffentlicher Gebäude die eigene Bevölkerung zu provozieren. Und im Wiener Wahlkampf hat ein SPÖ-Jungfunktionär nichts dabei gefunden, sich selbst auf Porno-Plakaten zu präsentieren. Die Reaktion aus dem Bürgermeisterbüro war nur sehr lau." Von den Grünen wiederum sei überhaupt nichts zu hören gewesen. "Normalerweise können sich die Grünen gar nicht genug empören, wenn es um Sexismus und Frauenfeindlichkeit geht", sagte Kickl. "Aber wenn ‚Kunst’ darunter steht, können sie sich offenbar mit jeder Geisteshaltung anfreunden, so widerlich sie auch sein möge."

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