ARBÖ: Wenn das Herz des Autos stottert - Batterie-Infarkt durch Kälte

ARBÖ.Test hat ergeben: 35 Prozent aller Batterien sind mangelhaft aufgeladen.

Wien (OTS) - Nicht nur der menschliche Körper verbraucht mehr Energie wenn es eiskalt ist. "Kälte zehrt auch an den Kräften der Autobatterie, dem Herzstück des Autos", warnt der ARBÖ. "Wenn dann die Batterie noch dazu mangelhaft aufgeladen ist und das Auto nur für Kurzstrecken genutzt wird, dann heißt es bald: Nix geht mehr -Patient tot", so beschreibt der technische Leiters des ARBÖ, Gottfried Moser, die häufigsten Ursachen des Batterie-Infarktes. "Fahrstrecken unter 5 km führen allzu oft zum plötzlichen Herztod. Denn bei Kälte ist hier der Energieverbrauch größer als der Aufladungseffekt." Ist die Batterie einmal leer, sollte sie schnell wie möglich wieder geladen werden. Denn eine leere Batterie kann einfrieren, was zu schweren Beschädigungen führt. "Und aus mehren Wochen Koma gibt es oft kein Erwachen mehr", warnt der technische Schulungsleiter des ARBÖ.

Ein Test des ARBÖ hat ergeben, dass jede vierte getestete Batterie bei tiefen Temperaturen (unter minus 10 Grad Celsius) Probleme machen wird.
Der Grund dafür: 35 Prozent aller Batterien waren nur halb aufgeladen, bei 28 Prozent der getesteten Batterien waren die Pole oxidiert, bei neun Prozent war die Lichtmaschine nicht mehr in Ordnung, 8 Prozent wiesen Beschädigungen durch Säureaustritt auf, bei acht Prozent saß der Keilriemen zu locker, bei 4 Prozent waren die Kabel lose angesteckt. Erstaunlich war auch, dass 13 Batterien nur in den Wagen hineingestellt und nicht befestigt waren.

"Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Wartung und Pflege des Herzstückes des Autos besonders wichtig", betont Moser und rät nicht nur Besitzern von Batterien älteren Datums zu einem Besuch beim 'Internisten'. "Wer zweimal im Jahr einen Herzcheck - zum Beispiel beim ARBÖ-Internisten - durchführt , kann sich über eine längere Lebensdauer seiner Energiequelle freuen". Der Batterietest ist für ARBÖ-Mitglieder gratis.

Zum Batteriecheck gehört neben der Prüfung des Ladezustandes vor allem auch der Test aller für die Ladung relevanter Komponenten, wie zum Beispiel Keilriemen, Lichtmaschine, Kabelverbindungen etc.

Besonders wichtig: Bei extremer Kälte sollte man auch auf einen Ölwechsel nicht vergessen. "Denn der Umstieg von Sommermotoröl auf dünneres Winteröl ist lebenswichtig und trägt maßgeblich dazu bei, ohne Herzrhythmusstörungen durch den Winter zu kommen", betont Moser.

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