Hagenhofer: "Echte Information statt teurer Werbekampagnen!"

Veröffentlichung im Amtsblatt ist nur Pflichtübung

Wien (SK) - Im Amtsblatt der Wiener Zeitung hat Sozialministerin Haubner (BZÖ) kürzlich die "Richtlinien zur Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des Familienhospiz-Härteausgleichs" veröffentlicht. Das ist ihre Pflicht als Ministerin. Die oberösterreichische Nationalratsabgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ) kritisiert, dass solche zentralen gesetzlichen Bestimmungen nur im Amtsblatt veröffentlicht und auf diese Weise von der Mehrheit der Bevölkerung nicht registriert werden. Die Abgeordnete erinnert daran, dass "jene Menschen, die beispielsweise auf diesen Härteausgleich angewiesen sind, höchstwahrscheinlich nicht jede Woche die Wiener Zeitung lesen". ****

Komplizierte Gesetze erfordern einfache Kommunikationswege

"Die Pflicht einer Ministerin wäre es eigentlich auch, solche Informationen so aufzubereiten und zu verbreiten, dass sie bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Die Menschen müssen jene Informationen erhalten, die sie wirklich brauchen. Statt dessen werden wir aber mit teuren Werbekampagnen belästigt, die an der Realität und den Bedürfnissen der meisten östereichischen Familien völlig vorbeigehen", kritisiert Hagenhofer. Gerade im "österreichischen Dschungel" von Vorschriften und Verordnungen bräuchten die Menschen leicht zugängliche und verständliche Hilfestellungen.

Echte Informationen statt fragwürdiger Kampagnen

"In allen Medien, in denen derzeit auf Kosten der SteuerzahlerInnen Regierungspropaganda und verklärte Familienidyllen in Form von Spots und Inseraten verbreitet werden, sollte lieber sachlich über gesetzliche Neuerungen informiert werden, die für die Menschen tatsächlich relevant sind", fordert Hagenhofer. Auch die aktuellen EU-Plakate aus der Serie 25 Peaces, die derzeit in Wien für Aufregung sorgt und vom Bundeskanzleramt finanziell unterstützt wird, sei sicherlich nicht geeignet, den Menschen die Themen der EU näher zu bringen oder über den bevorstehenden EU-Ratsvorsitz zu informieren, kritisiert die Abgeordnete. (Schluss) ps/mm

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