Maier: Rauch-Kallat verharmlost Gesundheitsgefährdung durch Handy-Telefonieren

Wien (SK) - "Die locker formulierten Tipps von
Gesundheitsministerin Rauch-Kallat bezüglich der gesundheitlichen Gefährdung durch das Telefonieren mit Handys sind schlichtweg eine Verharmlosung dieses Problems", unterstrich SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Mittwoch. Während sich Rauch-Kallat hinter die Position zurückziehe, dass Schäden durch Handystrahlen noch nicht wissenschaftlich nachweisbar seien, spricht die österreichischen Ärztekammer eine andere, sehr viel klarere Sprache, betonte der SPÖ-Politiker. ****

So fordert die Ärztekammer eine umfassende Information der Bevölkerung über die mit Mobilfunkstrahlung verbundenen Gesundheitsrisiken. In 12 Leitlinien mache die Ärztekammer klar, dass sehr wohl unabwägbare Gesundheitsgefährdungen bestünden. So empfiehlt die Ärztevertretung, dass Kinder unter 16 Jahren Handys nicht benutzen sollen und dass Handys in der Hosentasche oder SMS unter der Schulbank versenden die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. Rauch-Kallat weise nicht auf diese Gefahren hin, sondern beschränke sich darauf zu empfehlen, sich beim Telefonieren kurz zu fassen.

"Die Ärztekammer sieht viel größere und vielfältigere Gefahren durch Handytelefonieren als Rauch-Kallat", so Maier. Es gebe zudem eine schwedische Studie, die von Langzeitfolgen beim Handytelefonieren berichtet. Auch bei dieser Studie wird empfohlen, dass Kinder Handys nicht benutzen sollen, sagte der SPÖ-Politiker. "Die Tipps, die Rauch-Kallat im Zusammenhang mit Handys gibt, deckt sich keinesfalls mit den Empfehlungen der Ärztekammer und der österreichischen Umweltmediziner", unterstrich Maier.

Zu den Handymasten sagte Maier, dass es der fachzuständige Infrastrukturminister Gorbach bis heute nicht geschafft hat, ein Bundesgesetz zum Schutz vor nichtionisierende Strahlungen mit niedrigeren Grenzwerten österreichweit vorzulegen. Weiters sei auch die Mitsprache von Anrainern bei der Errichtung von Handymasten österreichweit nicht geregelt. "Es ist längst an der Zeit, dass Gorbach hier aktiv wird", schloss Maier. (Schluss) ns

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