VfGH-Erkenntnis zur Sonntagsöffnung ist Signal für Familie und Gemeinsamkeit

Frais: "Auch in Zeiten der Globalisierung müssen Arbeitnehmerrechte gewahrt werden"

Linz (OTS) - Der befürchtete Dammbruch bei der Sonntagsöffnung im Handel wurde durch das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs im Musterfall Spar vorerst verhindert: Der Supermarkt darf am Linzer Bahnhof am Sonntag auch weiterhin nur eingeschränkt öffnen. SP-Klubobmann Dr. Karl Frais betont: "Menschen brauchen Zeit für Gemeinsamkeit. Deshalb ist es wichtig, dass der weitgehend arbeitsfreie Sonntag als gemeinsame Zeit für die Familien erhalten bleibt. Dieses Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs ist wie ein verspätetes weihnachtliches Signal für ArbeitnehmerInnen und Familien". Die gesetzlich zulässige Sonntagsöffnung im Ausmaß von 80 Quadratmeter reiche aus, um dringende Einkaufsbedürfnisse zu decken.

Oberösterreich sei mit der Allianz für den arbeitsfreien Sonntag den richtigen Weg gegangen, stellt Frais fest. "Unser Bundesland hat sich über die Parteigrenzen hinweg klar für den arbeitsfreien Sonntag ausgesprochen. Auch viele großen Vereine und Organisationen im Land wie die Naturfreunde sind Mitglied der Allianz für den arbeitsfreien Sonntag. Für die Vereine wird es immer schwieriger für ihre Mitglieder gemeinsame Aktionen zu planen und durchzuführen, wenn der arbeitsfreie Sonntag wegfällt. Auch für die Familien würde durch den Wegfall des arbeitsfreien Sonntags viel Zeit für Gemeinsamkeit verloren gehen". Gemeinsam Zeit verbringen zu können sei aber ein wesentlicher Bestandteil hoher Lebensqualität. "Deshalb muss bei der Flexibilisierung von Arbeitszeiten verstärkt auf die Interessen der ArbeitnehmerInnen und der Familien Rücksicht genommen werden", fordert der SP-Klubobmann.

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