Equal-Projekte gegen Arbeitslosigkeit und Diskriminierung

Gleitsmann: Erfolgreiche europäische Initiative für innovative Arbeitsmarktpolitik - Die Wirtschaftskammern als strategischer Partner - Gesamtbudget von 100 Millionen Euro

Wien (PWK985) - Die Wirtschaftskammern Österreichs unterstützen die europäische "Equal"-Initiative, ein gemeinsames europäisches Programm zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Im Rahmen dieser Gemeinschaftsinitiative laufen derzeit 52 Projekte. Die Wirtschaftskammern treten in 19 überregionalen und 29 regionalen Projekten vorwiegend als strategischer Partner auf. In fünf Equal-Projekten arbeiten die Kammern auch operativ mit.

Schwerpunkte der "Equal"-Tätigkeit sind Projekte zu folgenden Themen: Reintegration in den Arbeitsmarkt und Bekämpfung fortgesetzter Ausgrenzung, Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf dem Arbeitsmarkt, Erleichterung der Unternehmensgründung, Verbesserung der Qualität von Arbeitsplätzen in der Sozialwirtschaft, betriebliche Weiterbildung, Reduzierung der geschlechtsspezifischen "Segregation" am Arbeitsmarkt sowie Aktivitäten für Asylwerber und Asylwerberinnen.

Wie der Leiter der Sozialpolitischen Abteilung in der WKÖ, Dr. Martin Gleitsmann, mitteilt, stehen für die bereits zweite Equal-Periode (Anfang 2005 bis Mitte 2007) in Österreich rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Der Betrag wird je zur Hälfte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und nationalen Mitteln des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums, des Gesundheitsministeriums, des Bildungsministeriums sowie anderer öffentlicher Stellen finanziert.

Durchgeführt werden die Projekte in Form von "Entwicklungspartnerschaften". An jedem der Projekte sind durchschnittlich 15 Organisationen und Institutionen beteiligt. Die 19 überregionalen ("sektoralen") Projekte betreffen alle österreichischen Bundesländer. In die übrigen Projekte sind jeweils ein bis drei Bundesländer involviert. "Hervorheben möchte ich, dass wir Projekte nur dann unterstützen, wenn alle Sozialpartner eingebunden sind", sagt Gleitsmann. Die WKÖ engagiert sich vor allem in nachhaltigen Arbeitsmarktprojekten. "Wir legen großen Wert darauf, dass die Firmen von Anfang an miteinbezogen werden".

Als Beispiele für Projekte mit WKÖ-Beteiligung nennt Gleitsmann das Projekt "Frauen unternehmen - Wiedereinstieg ohne Hindernisse", das Qualifikationsmaßnahmen und einen Know How-Transfer von Unternehmerinnen umfasst, das Projekt "g-p-s" (generationen-potenziale-stärken), das die Erhaltung der Beschäftigung und Beschäftigungsfähigkeit von erwerbstätigen Frauen und Männern über 45 Jahren zum Inhalt hat oder das Projekt U-TURN (Erfahrung wertschätzen, Wertschätzung erfahren), das sich an von Arbeitslosigkeit bedrohte oder betroffene Personen über 45 Jahre richtet, mit denen und für die innovative Strategien entwickelt werden, um neue Zugänge zum Arbeitsmarkt zu erschließen.

Wie die jüngste Equal-Zwischenbilanz ergibt, wurde im Jahr 2004 insgesamt 21.365 Personen durch Equal in Österreich geholfen. Im Durchschnitt wurden für jede geförderte Person 2.007 Euro aufgewendet. Der Löwenanteil (mehr als zwei Drittel der Gesamtmittel) floss an Menschen ohne Beschäftigung. "Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und in denen die Wirtschaftskammer auch das politische Ziel der Steigerung der Beschäftigungsquote zum Ziel hat, sind die Ergebnisse der Aktivitäten von besonderer Relevanz", fasst Gleitsmann zusammen. (hp)

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