ARBÖ: Richtig Auto ausschaufeln - Parkplatz reservieren verboten

Wer durch Schnee die Straßen oder Gehsteige gröblich verunreinigt riskiert Geldstrafen

Wien (OTS) - Viele Autos versinken derzeit unter einer dicken Schneedecke. Wer das Auto von der Schneelast befreit, sollte aufpassen, wohin genau er oder sie den Schnee hievt. Landet die weggeschaufelte weiße Pracht auf der Straße oder einem Gehsteig, drohen Geldstrafen bis zu 726 Euro, warnen die ARBÖ-Verkehrsjuristen.

Zwei Fälle sind beim Wegschaufeln zu unterscheiden: wer Straßen, Gehsteige oder Gehwege gröblich verunreinigt, riskiert eine Geldstrafe bis zu 72 Euro. Noch schlimmer wird es, wenn zusätzlich zur starken Verunreinigung auch noch die Sicherheit anderer Straßenbenützer gefährdet wird. Dann kann es noch einmal bis zu 726 Euro an Geldstrafe kosten. Wer Pech hat, wird für beides belangt.

Doch damit ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Zusätzlich zur Strafe kann man auch noch dazu verpflichtet werden, die Kosten für die Entfernung der verursachten Verunreinigung zu bezahlen.

Ab einem Kubikmeter Schnee wird es gefährlich.

Die Schlüsselfrage, ab welcher Schneemenge mit einer Bestrafung zu rechnen ist, beantworten die ARBÖ-Verkehrsjuristen so: "Wer mehr als einen Kubikmeter Schnee auf die Straße schaufelt, kann schon der gröblichen Verunreinigung bezichtigt werden. Nach Interpretation des Verwaltungsgerichtshofes könnte das bereits bei nur zwei bis drei Schaufeln Schnee passieren!"

Der ARBÖ appelliert an die Autofahrer, den Schnee nicht auf nebenstehende Fahrzeuge zu schaufeln, sondern beispielsweise auf vorhandene Schneehaufen oder in Parkplatzzwischenräume, auch wenn dies mehr Mühe bereitet.

Parkplatz reservieren verboten

Wenn es darum geht, andere Verkehrsteilnehmer vom eigenen, mühsam freigeschaufelten Parkplatz fernzuhalten, kennt der Einfallsreichtum mancher Autofahrer keine Grenzen: Es werden Tafeln aufgestellt und aus Kisten, Brettern und Kübeln Barrikaden gebaut. Der Gesetzgeber schiebt dem allerdings einen klaren Riegel vor: Das Reservieren öffentlicher Flächen ist nach der Straßenverkehrsordnung verboten.

"Wer beispielsweise mit Kisten oder Tafeln einen Parkplatz verstellt, macht sich strafbar", stellen die ARBÖ-Verkehrsjuristen klar. "Jeder andere Autofahrer ist berechtigt, diese Gegenstände von der Fahrbahn zu entfernen und sein Fahrzeug abzustellen."
Verboten ist es aber auch, sich selber auf einen freien Parkplatz hinzustellen, um diesen für ein bestimmtes Kraftfahrzeug freizuhalten. Ein dauerndes Verweilen auf der Fahrbahn ist einem Fußgänger nämlich nach der Straßenverkehrsordnung nur in Ausnahmefällen erlaubt - jedenfalls nicht, um Parkplätze zu reservieren.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0002