Grillitsch: GAP-Reform muss trotz WTO-Kompromiss halten

Leider keine Einigung im Bereich der Umwelt- und Sozialstandards

Wien, 19. Dezember 2005 (ÖVP-PD) "Das Ergebnis des WTO-Gipfels in Hongkong ist einigermaßen ernüchternd. So konnte etwa keine Einigung im Bereich der Umwelt- und Sozialstandards erzielt werden. Trotz dieses Kompromisses muss dennoch sichergestellt werden, dass die GAP-Reform, mit der die EU als einziger Partner in der WTO ihre Hausaufgaben gemacht hat, hält", sagte Bauernbundpräsident Abg.z.NR Fritz Grillitsch heute, Montag, zum Ergebnis des WTO-Gipfels in Hongkong. "Die EU war es auch, die mit ihren ohne Notwendigkeit gemachten Zugeständnissen im Bereich der Landwirtschaft dem WTO-Gipfel in Hongkong zu einem Minimalkonsens verholfen und ihn damit gerettet hat. Nun verlangen wir auch von den anderen
Handelspartnern in der WTO, ihren Beitrag zu leisten, damit ein blamables Scheitern der Doha-Entwicklungsrunde verhindert werden kann", so Grillitsch.

Die EU-Verhandlungsführung stand während der gesamten Verhandlungen unter enormem Druck. Insbesondere im Agrarbereich befand sich Europa in der Defensive - nicht zuletzt durch die zu weit reichenden Angebote des EU-Außenhandelskommissars Peter Mandelson im Vorfeld von Hongkong. "Das Schlimmste - nämlich der Totalabtausch der Interessen der Landwirtschaft gegen jene von Industrie und Wirtschaft - konnte glücklicher Weise dennoch verhindert werden", so Grillitsch. Der Hongkong-Gipfel war aber nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem Ende der Verhandlungen.
"In diesen geht es uns weiterhin darum, einen fairen, statt einen schrankenlosen Handel zu ermöglichen. Wir wollen Europas Lebensmittelautonomie erhalten sowie die qualitativ hochwertige Produktion und die Existenz bäuerlicher Strukturen in Europa weiterhin sicherstellen", sagte Grillitsch.

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