SPÖ sieht Handlungsbedarf in der Klagenfurter "Burg"

Cernic fordert Rechnungshofprüfung

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Kärntner Sozialdemokraten sehen Aufklärungsbedarf im Museum Moderner Kunst. "Es drängt sich der Verdacht auf, dass in der Klagenfurter Burg dringender Handlungsbedarf besteht und dass sich kritikwürdige Vorgänge hinsichtlich Kompetenzstreitigkeiten wiederholen", erklärt die Kultursprecherin der SPÖ-Kärnten und stellvertretende Klubobfrau Nicole Cernic und sieht die politische Verantwortlichkeit bei den Freiheitlichen.

Konkret richtet sich die Kritik der Sozialdemokraten an Dr. Haider, der als Kulturreferent für die Bestellung von Erika Napetschnig als Kulturabteilungsleiterin verantwortlich war. Die ehemalige Politsekretärin Dr. Haiders war 2002, nach einer auf sie maßgeschneiderten Ausschreibung und unter schärfster Kritik der Kärntner SPÖ, die unter Protest zugestimmt hatte, um die Einstellung der Presseförderung durch Dr. Haider zu verhindern., beschlossen wurde, trat von ihrer inhaltlichen Kritik an Erika Napetschnig nie zurück. Seitdem gab es laufend Schwierigkeiten zwischen Kulturabteilung und den diversen Kulturinstitutionen. Es könne also laut SPÖ nicht an den Institutionen liegen, dass es ständig Querelen gibt.

"Dass sich der Konflikt zwischen Galerieleitung und Landskulturabteilung (Anmerkung: Vor drei Jahren wurde Arnulf Rohsmann vom Ausstellungschef zum Leiter der Bilderverleihstelle degradiert) in der Burg nun wiederholt, lässt die Frage auftreten, ob es nicht an der Leiterin der Kulturabteilung liegt, dass es immer wieder zu Querelen kommt", sagt Cernic und fordert von Dr. Haider und von Kulturreferenten Martin Strutz umgehend eine Klärung der Situation und größtmögliche Transparenz über die Verwendung der Gelder. Insbesondere im Hinblick auf künftig geplante Großveranstaltungen sei eine Bereinigung der Konflikte dringend notwendig. Überprüfenswert scheinen unter diesen Umständen auch die hohen finanziellen Aufwendungen für die Kuratierung der Nachfolgeausstellung "Eremiten Kosmopoliten".

Cernic übt auch Kritik an der generellen Vorgangsweise des Regierungsmitbewerbers BZÖ. "Da werden am laufenden Band Menschen objektiviert und sobald sie unbequem werden, bei maßgeblichen Entscheidungen umgangen oder gar überhaupt in Bereiche verschoben, die keinesfalls ihren Kompetenzen entsprechen", kritisiert Cernic.

Die SP-Kultursprecherin fordert eine Überprüfung durch den Landesrechnungshof. "Es ist aber auch klar, dass der Rechnungshof wegen der vielen Prüfaufträge dringend personelle Verstärkung brauchen wird, weil egal welchen Bereich man unter die Lupe nimmt, überall akuter Handlungsbedarf gegeben ist", erklärt Cernic.

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