Rest-Hinterseer: Minimalkonsens in Hongkong führt zu Scheitern der Entwicklungsrunde

Grüne fordern unabhängige Evaluierung der WTO

Wien (OTS) - "Ein kärgliches Ergebnis nach einer Woche Verhandlungen: Die so dringend von den ärmsten Ländern geforderte Abschaffung der Exportsubventionen im Agrarbereich wird bis Ende des Jahres 2013 hinausgeschoben," fasst Heidi Rest-Hinterseer, Vertreterin der Grünen in der österreichischen Delegation in Hong Kong, zusammen. "Dieser Minimal-Konsens trägt nicht dazu bei, aus der Doha-Runde wirklich eine Entwicklungsrunde zu machen", so Rest-Hinterseer.

Wer die GewinnerInnen und VerliererInnen in einem immer weiter liberalisierten Handel sind, soll nach elfjährigem Bestand der WTO endlich evaluiert werden. "Es überrascht, dass die Forderung der Grünen auf Überprüfung der bisherigen Ergebnisse der WTO - Runden nach dem Motto 'Wem nützt, wem schadet welche Intervention im Handel' nicht bereitwillig aufgegriffen wird. Vertreter einer weitgehenden Liberalisierung, wie Minister Bartenstein, wollen offensichtlich nicht die Fakten auf dem Tisch haben," kritisiert Rest-Hinterseer, die vermutet, dass die Ergebnisse einer Evaluation mit einem Mythos Schluss machen würden: Dem Mythos, dass freier Handel zu mehr Wohlstand für alle führt.

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