Hohe Auszeichnung für Bundesrat a.D. Peter Böhm Ehemaliger freiheitlicher Fraktionsführer erhält Orden

Wien (PK) - Das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich wurde heute Mittag an den langjährigen Bundesrat Peter Böhm überreicht. An dem feierlichen Akt nahmen unter anderen Bundesratspräsident Peter Mitterer, Vizepräsidentin Anna Elisabeth Haselbach und Vizepräsident Jürgen Weiss, F-Klubobmann Herbert Scheibner sowie die Vorsitzenden der drei Bundesratsfraktionen teil.

Mitterer ging in seiner Laudatio auf den Lebenslauf Böhms ein und wies dabei auch auf dessen Engagement als Personalvertreter hin. Bei den Freiheitlichen war Böhm in vielen Funktionen tätig. Er habe sich viel Anerkennung über Parteigrenzen hinweg erworben, sei er doch stets um Ausgleich und Fairness bemüht gewesen. Seine Reden hätten von großem Fachwissen gezeugt, betonte Mitterer. Böhm habe durch sein Wirken bleibende und positive Spuren in der Gesetzgebung hinterlassen, und dafür gebühre ihm der Dank der Republik, so der Präsident des Bundesrates.

Scheibner schloss sich den Dankesworten an und meinte, die hohe Ehrung Böhms sei mehr als verdient. Scheibner würdigte den Menschen Böhm, der stets versucht habe, sein Gegenüber zu verstehen. Er, Scheibner, sei froh, politisch einen gemeinsamen Weg mit Böhm gegangen zu sein, sei Böhm doch ein Politiker gewesen, der sich bemühte, auch im Bundesrat die menschliche Komponente hervorzuheben. Gleich Mitterer unterstrich Scheibner die große Sachkenntnis Böhms und dessen ausgleichendes Wirken. Namens seiner Fraktion überreichte Scheibner dem ehemaligen Vorsitzenden der freiheitlichen Bundesratsfraktion sodann Geschenke.

Böhm dankte für die ihm überreichte Auszeichnung, die, wie er betonte, seinem Wirken im Bundesrat gelte, weshalb er den Orden gerne stellvertretend für die Länderkammer entgegennehme. Er habe die Stellung des Bundesrates im Verfassungsgefüge schätzen gelernt und so sei es ihm eine Ehre gewesen, dieser Kammer angehören zu können, meinte Böhm, der den Bundesrat als aus föderalistischen und demokratiepolitischen Gründen unverzichtbar bezeichnete. Er werde sich dem Hohen Haus und dem Bundesrat auch in Hinkunft stets verpflichtet und treu verbunden fühlen, schloss Böhm.

Peter Böhm wurde am 25. Juli 1943 in Wien geboren und studierte nach der Matura am Humanistischen Gymnasium ab 1961 Rechtswissenschaften an der Universität Wien. 1965 promovierte er zum Doktor iuris, in der Folge leistete er seinen Präsenzdienst und absolvierte das Gerichtsjahr. Ab 1967 wirkte Böhm als Universitätsassistent, 1982 wurde er außerordentlicher, 1992 ordentlicher Universitätsprofessor der Wiener iuridischen Fakultät.

Nach den Wiener Landtagswahlen vom Herbst 1996 wurde Böhm für das Bundesland Wien in den Bundesrat entsandt, wo er ab 1999 den Fraktionsvorsitz der Freiheitlichen Bundesräte innehatte. Im Sommer 2003 avancierte er zudem zum Mitglied des Österreich-Konvents. Zuletzt musste Böhm auf seine Funktion als Mitglied der Bundesrats-Präsidiale verzichten, da die Zahl der freiheitlichen Bundesräte von 15 im Herbst 1999 auf nur mehr vier im Herbst 2005 geschrumpft war. Böhm hatte im Vorfeld der Wiener Landtagswahlen vom Oktober 2005 jedoch keine Wiederwahl mehr angestrebt und schied daher Ende November 2005 aus der Länderkammer aus. (Schluss)

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