Pirklhuber: Finanzeinigung kein Signal für regionale Arbeitsplätze und ökologische Landwirtschaft in Europa

Grüne fordern Ausbau der ländlichen Entwicklung in Europa

Wien (OTS) - "Die Signale des neuen EU-Finanzrahmens in Richtung ländliche Entwicklung sind mehr als bescheiden. Es bleibt zu hoffen, dass das europäische Parlament noch eine Aufstockung der vorgesehenen Mittel von 69,25 Mrd. Euro in Richtung der von der EU-Kommission und dem EU-Parlament geplanten 88 Mrd. Euro erzwingen kann", so Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen und kritisiert, dass mit diesem Vorschlag weder neue Arbeitsplätze in ländlichen Regionen noch eine stärkere Ökologisierung der europäischen Landwirtschaft finanzierbar sind.

"Auch der Verteilungskampf innerhalb der österreichischen Landwirtschaft wird nun massiv zum Tragen kommen, denn die Mittel für die ländliche Entwicklung für Österreich werden etwas geringer ausfallen als bisher. Wir sind gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen", kommentiert Pirklhuber die Auswirkungen des neuen Finanzrahmens für die Agrarförderungen 2007-2013 für Österreich.

Minister Pröll habe bisher das neue österreichische Programm für die ländliche Entwicklung unter Verschluss gehalten. Jetzt gehe es darum, die Prioritäten endlich richtig zu setzen und die Öffentlichkeit über die geplanten Maßnahmen in den drei Achsen "Investitionen und Bildung", "Umwelt- und Landmanagment" und "Diversifizierung im ländlichen Raum" zu informieren und politisch zu diskutieren.

"Der auf EU-Ebene von den Agrarministern beschlossene Strategie-Plan für die ländliche Entwicklung muss nun auf die nationale Ebene heruntergebrochen werden. Wir erwarten uns daher umgehend noch im Jänner einen Landwirtschaftsausschuss, damit diese Fragen umfassend behandelt werden," so Pirklhuber abschließend.

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