VP-Praniess-Kastner: Integration statt Isolation

An Unterstützung Persönlicher Assistenz mangelt es in Wien

Wien (OTS) - "Mit der neuen Gemeinderätin Karin Praniess-Kastner habe ich eine sehr engagierte Behindertensprecherin ins Team geholt, die schon durch ihre behinderte Tochter eigene Erfahrungen mitbringt. Mehr denn je wird sich die ÖVP Wien für die Integration behinderter Menschen einsetzen - denn die SP-Stadtregierung hat auch in diesem Bereich ihre soziale Kompetenz in Wien längst abgegeben", so StR. Johannes Hahn, Landesparteiobmann der ÖVP Wien in seiner Einleitung bei der heutigen Pressekonferenz zur mangelhaften Behindertenpolitik der Wiener SP-Stadtregierung.

LAbg. Karin Praniess-Kastners, Behindertensprecherin der ÖVP Wien, wesentlichste Forderungen an die Stadt Wien sind: Eine stärkere Integration behinderter Menschen in Schule, Freizeit und die Arbeitswelt, die flächendeckende Persönliche Assistenz in allen Bereichen und der Abbau von Barrieren.

Die SP-Stadtregierung redet von Barrierefreiheit - viele Amtshäuser sind jedoch für behinderte Menschen nicht zugänglich. "Statt von anderen immer nur zu fordern, sollte die Stadt Wien damit beginnen, ihre eigenen Institutionen aber auch öffentliche Verkehrsmittel barrierefrei umrüsten zu lassen. Dies wäre mehr als nur eine Vorbildwirkung sondern eine dringende Notwendigkeit", so Praniess-Kastner.

Persönliche Assistenz

Behinderte Menschen werden in Wien noch immer als Almosenempfänger und Bittsteller behandelt. Ein selbstbestimmtes Leben wird ihnen bis dato verwehrt. Praniess-Kastner setzt sich deshalb besonders für die persönliche Assistenz ein, die diesen Menschen ein selbst gestaltetes und unabhängigeres Leben ermöglichen könnte: "Um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können bedarf es vielfach einer persönlichen Betreuung rund um die Uhr. Statt Almosenempfänger oder Bittsteller soll der behinderte Mensch Arbeitgeber sein. Er selbst soll entscheiden können wann, wo, wie und von wem er persönliche Assistenz in Anspruch nehmen will. Diese Unterstützung ist die einzige Möglichkeit ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen - und das bei etwa gleich hohen Kosten wie für einen Betreuungsplatz."

Praniess-Kastner kritisiert auch, dass die Stadt Wien noch immer nicht bereit ist, die Kosten für eine persönliche Assistenz zu übernehmen. Erst vor ein paar Monaten wurde ein Modellversuch mit 25 Personen gestartet, denen eine Assistenz zur Verfügung gestellt wird. "Dies ist mehr Schein als Sein. Nicht nur, dass es zu diesem Pilotprojekt bis jetzt noch keine fixe Finanzierungszusage gibt, wollen weit mehr behinderte Menschen in Wien diese Unterstützung in Anspruch nehmen. Die persönliche Assistenz am Arbeitsplatz und in der Schule wird bereits vom Bund mit Mitteln der Behindertenmilliarde finanziert. Die sonstige Assistenz außerhalb des beruflichen und weiterbildenden Lebens muss die Stadt Wien finanzieren - diese ist aber nach wie vor säumig."

Für die Behindertensprecherin der ÖVP Wien geht es nicht nur um Geld, sondern um den Willen und die Möglichkeiten, die man behinderten Menschen in dieser Stadt gibt: "Die Behindertenpolitik in Wien weist viele Defizite auf. Der ÖVP Wien ist es daher ein sehr großes Anliegen, diese im gemeinsamen Dialog mit den behinderten Menschen und über die Parteigrenzen hinweg zu erarbeiten und umzusetzen."

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