GPA-Katzian zu WTO-Konferenz: Enttäuschung für ArbeitnehmerInnen

Von Sozialstandards keine Spur

Wien (GPA/ÖGB) - "Als Enttäuschung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Wolfgang Katzian, das gestrige Verhandlungsergebnis der WTO in Hongkong.++++

"Es zeigt sich wieder einmal, dass die Butterberge der Europäischen Union wichtiger sind, als die Verankerung von ArbeitnehmerInnengrundrechten in das WTO-System. Von den ILO-Kernarbeitsnormen war weit und breit keine Rede. Um kein Störfeuer zu entfachen, wurden erst gar keine Forderungen für eine soziale Dimension der Globalisierung gestellt. Diese Haltung hat auch Arbeitsminister Bartenstein strikt eingehalten. In seiner Rede vor dem WTO-Plenum sprach er zwar von einem fairen Handelssystem, ohne auch nur mit einem Wort auf fundamentale Arbeits- und Sozialstandards einzugehen. Gerade wenn man einen fairen Zugang der Entwicklungsländer zu den Weltmärkten fordert, wird die Etablierung von weltweiten sozialen und arbeitsrechtlichen Standards immer wichtiger. Die Liberalisierung des Handels muss mit einer Stärkung der sozialen Dimension einhergehen, sonst ist sie zum Scheitern verurteilt", so Katzian abschließend.

ÖGB, 19. Dezember 2005 Nr. 717

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