Erste Fachhochschulen für gehobene medizinisch-technische Dienste starten 2006

Wien (OTS) - Nach langen, zähen Verhandlungen wurde am Samstag,
dem 17. Dezember, im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen die neue Ausbildungsverordnung für gehobene med.-techn. Dienste (MTD) unterzeichnet. Damit können bereits 2006 die ersten MTD-Fachhochschul-Studiengänge gestartet werden.

Bereits im Juni dieses Jahres wurde mit dem parlamentarischen Beschluss einer Änderung des MTD-Gesetzes eine neue Ära im österreichischen Gesundheitswesen eingeläutet: Demnach sollten die Ausbildungen in den sieben MTD-Berufen Biomedizinische AnalytikerInnen, DiätologInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, OrthoptistInnen, PhysiotherapeutInnen, RadiologietechnologInnen sowie bei Hebammen künftig an Fachhochschulen erfolgen, womit es erstmals möglich wäre, auch ohne Medizin-Studium einen akademischen Titel ("Bakkalaurea/Bakkalaureus", kurz: "Bakk. FH") in Gesundheitsberufen zu erlangen.

Dies entspricht auch den - von Österreich unterzeichneten -EU-Richtlinien zur Abgleichung des Hochschulprozesses ("Bologna-Prozess") für die Ausbildung im tertiären Sektor. Der FH-Abschluss ermöglicht auf internationaler Ebene eine Vergleichbarkeit der Ausbildung und der Berufsberechtigung.

Für die praktische Umsetzung dieses Gesetzes bedurfte es allerdings einer Ausbildungsverordnung, in der die Kompetenzen der FH-AbsolventInnen, sowie Anforderungen und Gestaltung der Ausbildung geregelt werden.

Dass diese Verordnung nun im letzten Moment zustande kam, um noch im nächsten Jahr die ersten FH-Studiengänge starten zu können, ist neben den intensiven Bemühungen des MTD-Dachverbandes auch dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Reiner Brettenthaler, zu verdanken. Er gab seinen Sanctus zur Ausbildungsverordnung, obwohl eine Handvoll physikalischer Fachärzte massiv versuchte, die Verwirklichung einer modernen und zukunftsorientierten MTD-Ausbildung zu torpedieren.

Durch den mit der Ärztekammer erzielten Konsens können die fixfertigen Pläne für FH-Studiengänge in Salzburg und Niederösterreich rechtzeitig bis zum 15. Jänner 2006 dem Fachhochschulrat vorgelegt und damit ein Beginn der FH-Ausbildung für MTDs im kommenden Herbst ermöglicht werden.

Ob auch rund 300 neue MTD-Studierende in Wien im nächsten Jahr ihre Ausbildung an einer Fachhochschule beginnen dürfen, oder ob die Bundeshauptstadt hinter den Bundesländern nachhinkt, ist noch ungeklärt: Zum Einen zögert die Gewerkschaft noch, einem FH-Start 2006 zuzustimmen, zum Anderen diskutieren Gemeinde Wien und Krankenanstaltenverbund noch über die neue Aufteilung der Kosten für die FH-Ausbildung.

Die Präsidentin des MTD-Dachverbandes, Anna-Elisabeth Trauttenberg, hofft auch in diesem Fall auf einen späten Weihnachtsfrieden: "Es wäre schade, wenn ausgerechnet in Wien 300 jungen Menschen der Weg zu einer modernen Ausbildung verbaut würde".

Ausführliche Informationen und Links zu MTD-Berufen finden Sie unter www.mtd-dachverband.at

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