Advent und Weihnachten: Kulinarisch und gesund

Fonds Gesundes Österreich informiert: Wer in Sachen Ernährung bewusst durch die Feiertage kommen will, muss nicht auf festliche Genüsse verzichten.

Wien (OTS) - Punsch Trinken für den guten Zweck, üppige Essenseinladungen und von den überall angebotenen Weihnachtsbäckereien kosten: So sieht für viele ÖsterreicherInnen seit dem ersten Adventsonntag der vorweihnachtliche Ernährungsalltag aus. Pro Kopf werden allein stolze drei Kilogramm an Keksen, Schokolade und Stollen in der Weihnachtssaison verzehrt, schätzt der deutsche Verband der Süßwarenhersteller - und die Mehlspeis-verwöhnten ÖsterreicherInnen stehen den deutschen Nachbarn um nichts nach. Wie die Feiertage ohne Reue genossen werden können und wie sich überflüssigen Kilos und Schlemmerei-bedingtem Unwohlsein rechtzeitig vorbeugen lässt, ohne jedoch auf Genuss zu verzichten, verrät Mag. Rita Kichler, Ernährungswissenschafterin und Gesundheitsreferentin im Fonds Gesundes Österreich

Die Kilos kommen zwischen Neujahr und Weihnachten.

"Problematisches Übergewicht baut man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten auf", plädiert die Ernährungsexpertin für eine realistische Einschätzung des Festtagsgenusses. "Wenn man sich das ganze Jahr über richtig ernährt, muss man sich um seine Figur nicht sorgen, wenn man an Weihnachten etwas kräftiger zulangt." Allerdings tut man sich Gutes, wenn man auch in der Festzeit auf die richtigen Dimensionen achtet: "Wer Gemüse, Obst und Vollkornprodukte kulinarisch in den Mittelpunkt stellt, wird mit einem Augen- und Gaumenschmaus belohnt, der fit hält und schmeckt. Hingegen können reichlich fette und kalorienreiche Speisen sowie wenig Bewegung zu Unwohlsein und Völlegefühl führen", so Kichler.

Kalorienbomben müssen nicht sein

Viele herkömmliche Weihnachtsgenüsse enthalten beträchtliche Fett-und Zuckermengen. Doch mit ein wenig Kreativität müssen auch die selbstgemachten Kekse im Advent keine Kalorienbomben sein. "Es gibt Rezepte ohne viel Fett und Vollwertvarianten", sagt Rita Kichler. "Bei fast allen Rezepten kann der Zuckeranteil um etwa ein Drittel reduziert werden, ohne dass der gute Geschmack verloren geht". Von der in den Rezepten angegebenen Butter-, oder Margarinemenge einfach einige Gramm weglassen und durch einen Teil Topfen ersetzen.

Punsch ohne Belastung

Zu einem guten Essen passt ein guter Tropfen. Mag. Kichler: "An den Feiertagen in Maßen genossen, ist nichts dagegen einzuwenden. Zu viel Alkohol ist jedoch problematisch für Leber, Magen, Herz-Kreislauf." Bereiten Sie statt dessen einen für die ganze Familie geeigneten alkoholfreien Punsch auf der Basis von Tee, Fruchtsäften und Gewürzen. Dieses Festtagsgetränk hat einen positiven Nebeneffekt: Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken & Co. fördern die Verdauung!

Bewusster genießen - nehmen Sie sich Zeit

Aber nicht nur auf das "was" und "wie viel", sondern auch auf das "wie" kommt es in Sachen gesundes Feiertagsessen an: Im Alltag und in den hektischen Wochen vor Weihnachten kommen Entspannung und bewusstes Genießen häufig zu kurz. "Zelebrieren Sie die Mahlzeiten und essen Sie mit Muße. Nehmen Sie sich zwischen den Gängen Zeit für ein angeregtes Gespräch", rät Kichler.

Außerdem sollte auch an den Festtagen das Prinzip "fünf mal am Tag" seinen Platz haben: Also fünf Portionen Gemüse und Obst, möglichst frisch, kurz gegart oder als Saft. "Essen Sie immer wieder ein Stück Obst, einen Apfel, eine Orange oder Mandarinen", so Rita Kichler, "denn das erfrischt und versorgt uns mit wichtigen Vitaminen, sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und Ballaststoffen."

Jeder Schritt zählt

Achten sollte man auch in der kalten Jahreszeit auf ausreichend Bewegung. Das stärkt die Abwehrkräfte und verbraucht Kalorien. Mag. Kichler: "Machen Sie mit Ihren Gästen einen Spaziergang. Laufen und frische Luft bringen Sie in Schwung - und sind gut für Ihre Fitness und Ihr Wohlbefinden."

Die Ernährungspyramide baut auf

Mit seiner aktuellen Informations-Offensive unter dem Motto "Die Ernährungspyramide baut auf" will der Fonds Gesundes Österreich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und weiteren KooperationspartnerInnen die ÖsterreicherInnen für mehr Ernährungsbewusstsein sensibilisieren. "Wir empfehlen eine vielfältige und ausgewogene Ernährung, die dem Bild der Ernährungspyramide entsprechend zusammengesetzt ist", erklärt Dennis Beck, der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, eine wesentliche Zielsetzung der Kampagne. Die Ernährungspyramide veranschaulicht, in welchen Mengen bestimmte Lebensmittelgruppen auf dem Menüplan der Österreicherinnen und Österreicher stehen sollten. Das heißt: Kein Lebensmittel ist ungesund oder gar "verboten". Aber manche Dinge sollten eben nur sehr selten gegessen werden, andere täglich und reichlich.

Infokasten

Mehr praktische Tipps zum ausgewogenen Essen gibt es im Internet unter www.gesundesleben.at ; bei der Ernährungs-Hotline: 0810 810 227 (Montag bis Freitag, jeweils 9:00 bis 15:00 Uhr zum Ortstarif aus ganz Österreich) oder in den Publikationen des Fonds Gesundes Österreich:

Broschüre: Bewusst lebt besser. Ernährung.
Folder: Die Ernährungspyramide baut auf.
Kostenlose Bestellungen unter gesundes.oesterreich@fgoe.org oder Tel.: 01-8950400-10.

Druckfähige Versionen der Ernährungspyramide finden Sie unter

http://www.fgoe.org/presse-publikationen/presse/fotos-grafiken/infogr
afiken/plonearticle.2005-11-07.1378278301.

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Dr. Birgit Kofler/Ulla Krenn
B&K - Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
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