WKNÖ-Vizepräsident Kiermaier fordert rasche Einrichtung eines Lehrlingsfonds!

In Niederösterreich fast tausend Lehrstellensuchende, 24 Prozent mehr als 2004!

St. Pölten, (SPI) - Trotz neuer Förderungen steigt in Niederösterreich die Zahl der Lehrstellensuchenden weiter an. Um diese Entwicklung zu stoppen, fordert WKNÖ-Vizepräsident Günter Kiermaier die rasche Einrichtung eines Lehrlingsfonds. "Damit mehr Lehrplätze geschaffen werden, brauchen wir eine grundlegende Änderung in der Finanzierung der Lehrlingsausbildung. An einer Kostenteilung zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Betrieben führt kein Weg vorbei", hält der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes NÖ Günter Kiermaier fest.****

"Ende November waren in Niederösterreich 984 Lehrstellensuchende gemeldet, um 189 mehr als im Vorjahr. Das bedeutet eine Zunahme von 24 Prozent", gibt Kiermaier zu bedenken. "Und das trotz eines neuen Fördermodells, in das so viele Erwartungen gesetzt wurden!", so Kiermaier. Dass die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen im selben Zeitraum von 244 auf 542 gestiegen ist, sei zwar positiv, löse, wie man sieht, jedoch das Problem nicht.

"Wichtig wäre jetzt, dass endlich unsere langjährige Forderung nach einem Lehrlingsfonds umgesetzt wird. In diesen Fonds sollten ab einer Größe von zum Beispiel 30 Mitarbeitern jene Betriebe einzahlen, die selber keine Lehrlinge beschäftigen. Im Gegenzug würden ausbildende Unternehmen aus Mitteln dieses Fonds unterstützt werden. Auch die Republik sollte in diesen Fonds einzahlen. Damit wäre die Lehrlingsausbildung nicht nur auf eine völlig neue finanzielle Basis gestellt. Auf diese Weise könnte auch die so dringend nötige Trendwende zugunsten der Lehrstellensuchenden erreicht und mehr Lehrplätze geschaffen werden.", so der Vizepräsident der WK-Niederösterreich.

"Dieser finanzielle Ausgleich wäre nur gerecht. Denn es ist nicht fair, dass Betriebe, die selber keine Lehrlinge beschäftigen, von anderen Unternehmen die dort fertig ausgebildeten Facharbeiter abwerben - und das ohne einen Beitrag für die Ausbildung zu bezahlen. Auch aus diesem Grund ist eine Kostenaufteilung überfällig", stellt Kiermaier fest.

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