Sima: Modernste Technik für Wiener Wasserversorgung

Weltpremiere für "Gewebeschlauchinlining" - Umweltfreundliche Baustelle reduziert Lärm, Staub, Lkw-Fahrten und Kosten

Wien (OTS) - Auf neue "grabungsarme" Verfahren setzten die Wiener Wasserwerke bei der mit heute, Donnerstag, fertig gestellten Erneuerung zweier Trinkwasserleitungen zwischen Nußdorfer Platz und der Stadtgrenze zu Klosterneuburg. Ein 2.200 Meter langer Versorgungsrohrstrang wurde unterirdisch der Länge nach aufgeschnitten und aufgeweitet, um ein neues Rohr aus Kunststoff einziehen zu können. Eine andere Lösung erforderte die Erneuerung der Transportleitung mit einer Länge von 3.300 Metern: Hier wurde ein spezieller Schlauch in das gereinigte alte Rohr eingezogen und zu einem statisch tragfähigen Rohr ausgehärtet. "Dieses ,Gewebeschlauchinlining´ genannte Verfahren kam weltweit erstmalig bei Trinkwasser-Druckleitungen zur Anwendung", erläutert Dipl.-Ing. Hans Sailer, Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke.

Die Vorteile des grabungsarmen Leitungsbaus sind vielfältig, bekräftigt Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima: "Im Vergleich zu herkömmlichen Baustellen mit kilometerlangen Künetten ersparten wir uns bei der Baustelle entlang der B14 rund 800 Lkw-Sattelschlepper-Fuhren. Die grabungsarmen Verfahren reduzierten den Aushub, die Staubentwicklung auf der Baustelle und den Baulärm." Auch für die Autofahrer konnten die Behinderungen stark reduziert werden. Eine herkömmliche Rohrlegung hätte die Sperrung von zwei Fahrstreifen erfordert - beim angewandten Spezialverfahren konnte die Sperre auf eine Fahrspur beschränkt werden. Neben einem Zeitgewinn durch die noch im Jahr 2005 endgültig abgeschlossene Instandsetzung der Fahrbahn waren die Rohrerneuerungen auch noch billiger. Sima: "Im Vergleich zur konventionellen Künettenbauweise haben wir uns allein bei der Nußdorfer Baustelle 1 Million Euro erspart."

Bauzeit exakt eingehalten

Die Erneuerung der Rohrleitungen entlang der B14 war aus zwei Gründen notwendig geworden: Zum einen galt es, die Trinkwasserversorgung der AnrainerInnen an der Heiligenstädter Straße, im Kahlenbergerdorf, in der Kuchelauer Hafenstraße und in der Wiener Schüttau zu modernisieren - hier waren verstärkt Gebrechen aufgetreten. Zum anderen wird die vertraglich vereinbarte Notwasserversorgung für Klosterneuburg dadurch sicher gestellt. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 3 Millionen Euro und werden von der Stadt Wien und der Stadtgemeinde Klosterneuburg gemeinsam getragen. Für die fertig gestellte Erneuerung der Rohrleitungen in der Heiligenstädter Straße wurden rund s1,5 Millionen Euro investiert.

Seit Mai 2005 wurde entlang der B14 grabungsarm gebaut. Wasserwerke-Chef Sailer: "Ich bin stolz darauf, dass die Arbeiten wie angekündigt am 15. Dezember abgeschlossen werden konnten, obwohl unvorhersehbare Erschwernisse im Untergrund auftraten und zusätzliche Arbeiten notwendig waren." (Schluss) rom/wög

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