Herzog: Generaldirektoren des KAV kassieren groß ab - den kleinen Angestellten verweigert man minimale Zulagen!

Stadt Wien nimmt die Rechnungshofempfehlung von 1998 offenbar wenig ernst - der Sumpf KAV gehört schnellstens trockengelegt!

Wien, 15-12-2005 (fpd) - Der Rechnungshof hat 1998 empfohlen, bei der Neubesetzung des Generaldirektors und seines Stellvertreters im KAV Einsparungen vorzunehmen. Der damalige Generaldirektor Negler hatte 3,3 Millionen Schilling im Jahr bezogen. Dr. Ludwig Kaspar bezog nur mehr ca. zwei Millionen Schilling. Der neue Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold soll aber wiederum 21.400 Euro 14 x im Jahr beziehen, das sind rund 4,1 Millionen Schilling. Bei diesen Aufwendungen ist selbstverständlich auch noch ein Dienstwagen dabei, so LAbg. GR Johann Herzog in einer Stellungnahme zum KAV.

Als "Tüpfelchen auf dem i", so Herzog, hat sich jedoch Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold einen Sterbekostenbeitrag von Euro 128.400 gesichert. Ein Beamter der Stadt Wien bezieht derzeit einen Sterbekostenbeitrag von nicht ganz Euro 3000, so Herzog.
Neben der wirklich großzügigen Ader für Generaldirektoren des KAV ist aber festzustellen, daß die soziale Ader für andere Angestellten bei der Stadt Wien nur sehr eingeschränkt vorhanden ist. So wurde den Abteilungshelferinnen des Donauspitals, rund 20 Mitarbeiter, seit Jahren die ihnen zustehende Gefahrenzulage verweigert. Gnadenhalber, so Herzog, wurde jetzt ein Jahr ausbezahlt, zwei weitere eingeforderte Jahre sind jedoch nach wie vor offen. Auch den Hausarbeitern ist nämliches passiert, sie konnten jedoch ihren Anspruch auf dem Rechtsweg durchsetzen. Zur Seite gestanden ist ihnen jedoch nicht die zuständige Gewerkschaft, sondern die KUK-AUF, eine freiheitliche Fraktion der Personalvertretung, so Herzog.

Es sei bedauerlich, daß die Gewerkschaft der Gemeinde Wien ihre Angestellten derart im Regen stehen läßt. Wo bleibt das soziale Gewissen in Bezug auf jene Personen, die nicht Generaldirektoren im KAV sind, so Herzog abschließend. (Schluß) jen

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