• 14.12.2005, 14:45:06
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IAA: Entwicklung des Werbejahres 2005 unter Erwartung

FOCUS und Gallup Institut präsentierten neue Daten zur Entwicklung des Werbeklimas in Österreich

Wien (OTS) - Das Austrian Chapter der International Advertising
Association (IAA) zog heute, Mittwoch, den 14. Dezember 2005, in
einer Pressekonferenz in Wien Bilanz über das Werbejahr 2005 und gab
einen Ausblick auf die zu erwartende Entwicklung der Branche 2006.
IAA-Präsident Hans-Jörgen Manstein resümierte, dass die Werbe- und
Kommunikationswirtschaft im ablaufenden Jahr "mit einem blauen Auge
davongekommen" sei und sagte: "Nach einem unerwarteten Einbruch in
den Monaten Juni, Juli und August zeigt die Konjunkturentwicklung
wieder nach oben. Für 2006 dürfen wir auf Grund der bevorstehenden
Großereignisse - von den Olympischen Winterspielen in Turin über den
österreichischen EU-Ratsvorsitz bis zum Mozartjahr - mit einem
neuerlichen Aufwärtstrend rechnen." Auf Einladung der IAA
präsentierten auch FOCUS Media Research und Gallup Institut die
jüngsten Daten zur Entwicklung des Werbeklimas in Österreich.

IAA-Präsident Manstein: Medienvielfalt nur durch wirtschaftliches
Wachstum erhaltbar

IAA-Präsident Hans-Jörgen Manstein verwies im Rahmen der
IAA-Jahresbilanz auch auf die 2005 bisher größten Erfolge
österreichischer Agenturen bei internationalen Wettbewerben, einen
feststellbaren Trend österreichischer Auftraggeber zu kürzerfristiger
Etat-Vergabe und rascherem Agenturwechsel sowie darauf, dass
"Medienvielfalt in Österreich nur durch wirtschaftliches Wachstum
erhaltbar" ist. Manstein betonte: "Die Werbesteuer muss unter allen
Umständen abgeschafft werden. Die IAA hat daher 2005 einen
Schulterschluss mit allen anderen Interessenvertretern der
Werbebranche vollzogen."

FOCUS: Wachstum 2005 nicht berauschend, aber stabil

Mag. Josef Leitner, Geschäftsführer von FOCUS Media Research,
präsentierte im Rahmen der IAA-Veranstaltung die "Werbe-Bilanz 2005 -
Trends 2006". Nach Hochrechnung wird 2005 in Österreich ein Werbewert
von 2.727 Millionen Euro erreicht werden. "Das Wachstum von 2,9 % ist
nicht berauschend und in der Erwartung nicht eingetroffen. Die fetten
Jahre sind nachhaltig vorbei. Mit dem Ergebnis wird die Werbe- und
Kommunikationsbranche jedoch über dem europäischen Durchschnitt
liegen", sagte Leitner. Der Pro-Kopf-Werbeaufwand 2005 wird 332 Euro
(2004: 325 Euro) betragen. Stärkste Werbeträger 2005 sind die
Printmedien (45,2 % im Mediensplit), allen voran die Tageszeitungen,
gefolgt von TV (19,0 %) und Klassischem Prospekt (7,3 %). Den
rasanten Umbruch im TV-Bereich seit 1998 zu Lasten des ORF weist die
neue FOCUS-Studie als unverändert gegenüber dem Vorjahr aus. Ein
überproportionales Wachstum bezüglich des Werbeaufwands 2005 ist im
Bereich der Dienstleistungen feststellbar, während im Bereich der
Markenartikel eine gegenläufige Entwicklung zeigt. Für 2006 erwartet
die werbetreibende Wirtschaft lediglich ein geringes Wachstum von 0,8
%, während seitens der Agenturen 1,2 % prognostiziert werden. "Die
Entwicklung des Werbemarktes 2005 ist insgesamt positiv verlaufen,
die Konjunktur hat sich wieder deutlich stabilisiert. Große
Zuwachsraten sind allerdings nicht zu erwarten", schloss Leitner.

Neue Gallup-Studie: Werbung als Wirtschaftsfaktor wird immer stärkere
Bedeutung zugemessen

Dr. Harald Pitters, Gallup Institut, präsentierte die jüngste
Untersuchung der "Einstellung zur Werbung", einer
Gallup-Eigenforschung in Kooperation mit der IAA. Noch deutlicher als
im Vorjahr fällt darin die Bedeutung aus, die die Österreicherinnen
und Österreicher der Werbung als Wirtschaftsfaktor zumessen: 64 % der
Befragten betonten die Aussage "Die Werbung förderte den Absatz von
Gütern und Dienstleistungen", 60 % stimmten der Aussage zu "Die
Werbung sichert Arbeitsplätze" und 56 % der Aussage "Ohne Werbung
würde die Wirtschaft nicht mehr funktionieren". Mit 14 % die
geringste Zustimmung erhielt die Aussage "Durch die Werbung werden
Produkte und Dienstleistungen billiger". Weitere hervorstechende
Umfrageergebnisse: "Der Bürger ist mündiger geworden und kann nicht
mehr so leicht überredet werden", sagte Pitters, "aber Werbung darf
durchaus mehr übertreiben als früher und wird auch als weniger
belästigend empfunden."

Rückfragehinweis:
Dr. Monika Rupp
IAA-Presse
(01) 87878 - DW 14712

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