• 14.12.2005, 11:30:10
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Siemens Österreich: Ergebniszuwachs um neun Prozent

Übernahme der VA Tech eröffnet neue Dimensionen in Österreich und Zentral- und Osteuropa

Wien (OTS) - Siemens erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005
(1.10.2004 - 30.9.2005) in Österreich und den verantworteten zentral-
und osteuropäischen Staaten ohne Berücksichtigung der VA TECH einen
Umsatz von 4,029 Mrd. EUR (+4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der
Auftragseingang stieg um 4,3 Prozent auf 4,225 Mrd. EUR. Das Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich um 9,0 Prozent
von 330,5 Mio. EUR auf 360,4 Mio. EUR. Nach Übernahme der VA Tech
wird die Siemens Gruppe Österreich im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz
von ca. 7 Mrd. EUR mit etwa 30.300 Beschäftigten erwirtschaften.

"Ich freue mich über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2005,
das sich vor allem in einem beträchtlichem Ergebniszuwachs von 9
Prozent auf 360 Mio. EUR zeigt. Damit übergebe ich ein Unternehmen,
das in allen Geschäftsbereichen erfolgreich ist, einen Marktanteil
von über 20 Prozent im Land aufweist und durch den eingeschlagenen
Weg in Osteuropa sowie die Akquisition der VA Tech über hohes
Potenzial für die Zukunft verfügt", so Albert Hochleitner, Siemens AG
Österreich.

"Mit dem gestrigen Beschluss des Aufsichtsrats übernehme ich die
Verantwortung für einen der größten und wirtschaftlich
erfolgreichsten Industriekonzerne im Land und damit für über 30.000
Beschäftigte. Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst. Naturgemäß
stehen wir vor großen Aufgaben in einem wirtschaftlich spannenden
Umfeld. Dazu gehört die Nutzung aller Chancen, die wir gemeinsam mit
VA Tech in einem rasant wachsenden Wirtschaftsraum haben. Ich freue
mich auf eine spannende Zeit", so Brigitte Ederer,
Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Österreich.

Erfolgreiche Übernahme der VA Tech

Von herausragender Bedeutung für Siemens Österreich und den
Siemens Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Übernahme der
VA Technologie Aktiengesellschaft (VA Tech). Nach Ablauf der
verlängerten Annahmefrist am 25. Februar verfügte Siemens Österreich
über 97,15 Prozent der Anteile an VA Tech. Nach Vorliegen der
positiven Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde konnte der
Akquisitionsprozess mit dem Closing am 15. Juli 2005 abgeschlossen
werden. Die VA Tech Wasserkraftaktivitäten müssen jedoch auf Grund
der Auflage der EU-Wettbewerbsbehörde veräußert werden, der Verkauf
der Sparte wurde eingeleitet. Mit einem Abschluss der
Verkaufsaktivitäten wird Anfang des Jahres 2006 gerechnet.

Industriecluster Siemens Elin in Österreich

Der weitgehend in Österreich und Osteuropa angesiedelte Bereich
Infrastruktur der VA Tech (VA Tech Elin EBG und ai informatics) wurde
im Zuge der VA Tech Integration mit Siemens Österreich
zusammengelegt. Unter der Marke Siemens Elin wurden die Siemens
Industriebereiche in Österreich in die Elin eingebracht. Damit
entsteht der mit Abstand größte österreichische Anbieter von
elektrotechnischen Anlagen, Systemen und Dienstleistungen für den
industriellen, gebäudetechnischen und kommunalen Infrastrukturbereich
sowie für IT-Dienstleistungen. Die VA Tech Elin EBG bringt für das
Industriesegment von Siemens Österreich etwa eine Verdoppelung des
Geschäftsvolumens und signifikante Marktanteilsgewinne sowohl in
Österreich als auch in den von Wien aus betreuten Ländern des
Wirtschaftsraumes Zentral- und Osteuropa.

Geschäftsverantwortung für acht Länder

Mit einem Anstieg des Auftragseingangs von 51,8 Prozent auf 1,451
Mrd. EUR tragen die von Wien aus betreuten Länder in Zentral- und
Osteuropa weiter wesentlich zum Wachstum von Siemens Österreich bei.
Zum gemeinsamen Wirtschaftsraum gehören die Slowakei, Slowenien,
Kroatien, Bosnien-Herzegowina, die Union Serbien und Montenegro,
Rumänien und seit 1.10.2004 Bulgarien. Das Ergebnis in dieser Region
stieg 2005 um 40,8 Prozent auf 43,1 Mio. EUR. Auch die VA Tech ist
mit acht Gesellschaften und über 270 MitarbeiterInnen in diesen
Ländern vertreten. Ziel des Zusammenschlusses der
Geschäftsaktivitäten von Siemens und VA Tech im Wirtschaftsraum ist
der Ausbau der lokalen Wertschöpfung und die Erhöhung der
Marktanteile.

Programm- und Systementwicklung PSE

Die Programm- und Systementwicklung PSE hat ein äußerst
erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Der Umsatz konnte im
zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Die PSE hat dabei
konsequent Personal vor allem in umliegenden Niedriglohnländern sowie
in China aufgebaut, um damit wettbewerbsfähig
Software-Dienstleistungen innerhalb des Konzerns anbieten zu können.
Die PSE beschäftigt zum abgelaufenen Geschäftsjahr rund 6.000
EntwicklerInnen, davon mehr als 50 Prozent außerhalb Österreichs. In
Hangzhou wurde in enger Kooperation mit COM ein zweiter Standort in
China eröffnet.

Energie: Weltgrößtes Wald-Biomassekraftwerk in Wien-Simmering

Mit der Errichtung des weltweit größten Wald-Biomassekraftwerkes
in Wien Simmering realisiert der Bereich Power Generation (PG) ein
viel beachtetes Vorzeigeprojekt für umweltschonende Energiegewinnung.
Durch den intelligenten Einsatz modernster Technologie kann der CO2
Ausstoß um 144.000 Tonnen jährlich reduziert werden. Das neue
Kraftwerk wird 12.000 Haushalte mit Strom und 46.000 mit Wärme
versorgen. Ein weiteres Projekt betrifft die Erneuerung der
Hoch-spannungsausrüstungen in den Umspannwerken der Verbund-Austrian
Power Grid.

Start der e-card - Rollout abgeschlossen

Am 13. Dezember 2004 startete der Betrieb der österreichischen
Gesundheitskarte "e-card", noch vor Jahresende 2005 verfügen alle
ÖsterreicherInnen über ihre persönliche e-card. 8,2 Mio. Karten
wurden landesweit verschickt, rund 10.700 Vertragsärzte sind am Netz
angeschlossen. Das Projekt wurde von Siemens Business Services (SBS)
als Generalunternehmer gemeinsam mit IBM, Telekom Austria und
Giesecke & Devrient realisiert. International ist Österreich mit dem
e-card-Projekt Vorreiterland: Elf Länder haben bereits Interesse an
der Lösung bekundet. SBS Österreich ist klare Nummer 1 der
IT-Dienstleister im Land mit 2.200 Beschäftigten in Österreich und
den angrenzenden zentral- und osteuropäischen Ländern. Einen starken
Impuls erhielt SBS durch die Integration der ai informatics (aii) im
Zuge der Übernahme der VA Tech.

Transportation Systems

Zu den bestehenden Vertriebsaufträgen der Lokomotiven vom Typ
Taurus und Hercules sowie Dieseldesiros des neu gegründeten
Regionalvertriebes von TS in Österreich für die ÖBB kamen im
abgelaufenen Geschäftsjahr 52 Doppelstockwagen und 40 Dieseldesiros
hinzu. Die bulgarische Staatsbahn orderte 25 elektrisch angetriebene
Züge des Typs Desiro Classic EMU. Im August wurde in Wien der
Prototyp der neuen Metro Oslo an die AS Oslo Sporveier feierlich
übergeben. Das Fahrzeug ist Teil eines Auftrages über 33 dreiteilige
Metro-Züge im Gesamtwert von etwa 190 Mio. Euro, der im September
2003 unterzeichnet wurde. Die Lieferung der Serienfahrzeuge beginnt
im Februar 2007 und wird im Juni 2008 abgeschlossen sein. Von der
neuen U-Bahn Generation für Wien wurden bereits fünf Garnituren an
die Wiener Linien übergeben. Die neue Generation von ULF
Straßenbahnen mit der weltweit niedrigsten Einstiegshöhe, von denen
im Jahr 2004 150 Stück bestellt wurden, werden Anfang nächsten Jahres
ausgeliefert.

Siemens City Vienna

Im August 2005 fand der Spatenstich für die Siemens City Vienna in
Wien-Floridsdorf statt. Unmittelbar danach begannen mit dem Abbruch
einer leer stehenden Lagerhalle die bauvorbereitenden Arbeiten. Am
Ort des Spatenstichs in der Nähe des Schnittpunktes von S-Bahn und
Siemensstraße wird in Zukunft mit einem sogenannten "Landmark
Building" und einem großzügigen Platz der Eingang zur Siemens City
entstehen. Mit den Planungen für den Campus zum Leben und Arbeiten
für 10.000 MitarbeiterInnen wurde das Wiener Architekturbüro
Soyka-Silber-Soyka beauftragt.

Rückfragehinweis:
Siemens AG Österreich
Karl Strasser
Generalsekretär und Konzernpressesprecher
Tel.: 051707 20003
E-Mail: karl.strasser@siemens.com

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