ÖAMTC: Vortestgeräte ermöglichen höhere Kontrolldichte

Club fordert Probelauf vor flächendeckendem Einsatz

Wien (OTS) - Die Bilanz schockiert: Alleine bis Ende Oktober 2005 starben 46 Menschen bei 2257 Alkoholunfällen auf Österreichs Straßen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Alkoholunfälle nur um etwa vier Prozent zurückgegangen. "Die Kontrolldichte muss weiter erhöht werden", fordert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Deshalb begrüßt der Club den Einsatz von Alkohol-Vortestgeräten. "Sie sind ein weiterer Mosaikstein im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr, weil sie der Exekutive verstärkte Kontrollen ermöglichen", ist Hoffer überzeugt. "Allerdings ist ein Probelauf vor dem flächendeckenden Einkauf der Geräte sinnvoll."

Der Praxiseinsatz der Vortestgeräte bringt für den Club außerdem Vorteile für all jene Fahrzeuglenker, die bisher reinen Gewissens ins Röhrl blasen mussten. "Wartezeiten auf den komplizierteren Alkomattest fallen weg. Wer keinen nennenswerten Atemalkohol aufweist, darf gleich nach dem Vortest die Fahrt fortsetzen", so der ÖAMTC-Experte. Wenn sich der Verdacht einer Alkoholbeeinträchtigung erhärtet, muss sich der Betroffene dem Alkomattest unterziehen. Die Ergebnisse dieses Tests haben im Gegensatz zum Vortestgerät Beweiskraft. Die Verweigerung der Teilnahme am Vortest kann nicht bestraft werden, allerdings ist für Vortest-Verweigerer ein Alkomattest verpflichtend. Wenn kein Vortestgerät zum Einsatz kommt, gilt weiterhin die Verpflichtung zum Alkomattest.

"Wunder darf man sich auch vom Einsatz der Vortestgeräte keine erwarten", so der ÖAMTC-Jurist "Aber wir hoffen, dass sie der Exekutive mehr Kapazitäten für den Kampf gegen schwer alkoholisierte Hochrisikolenker geben."

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