Seeber: Österreichern ist Umweltschutz ein Anliegen

EU-Sammelquoten für Batterien werden von uns erfüllt

Straßburg, 13. Dezember 2005 (ÖVP-PD) "Wir Österreicher sind Vorzeige-Altbatteriensammler. Nicht jedes andere EU-Land kann das von sich behaupten. Mit der heute im Europäischen Parlament angenommenen Batterien-Richtlinie wird aber erstmals ein europaweiter Rahmen für die Sammlung und Wiederverwertung von Batterien geschaffen. Damit soll verhindert werden, dass Batterien auf Mülldeponien oder in Verbrennungsanlagen landen. Auch die Zurückgewinnung der in Batterien vorhandenen wertvollen Metalle wird so sichergestellt", sagte heute, Dienstag, der Umweltsprecher der ÖVP-Delegation, Dr. Richard Seeber, im Europäischen Parlament in Straßburg. "Quecksilber und Kadmium sollen künftig als Bestandteile von Batterien verboten werden, ausgenommen davon sind Quecksilberbatterien für die medizinische Notversorgung". ****

Jährlich werden derzeit in der Europäischen Union ungefähr 800.000 Tonnen Autobatterien, 190.000 Tonnen Industriebatterien und 160.000 Tonnen Gerätebatterien entsorgt. "Alle diese Batterien enthalten Schwermetalle, die bei unsachgerechter Entsorgung die Umwelt belasten. Quecksilber, Blei und Kadmium sind dabei die schädlichsten Substanzen", so Seeber weiter.

Vorrangiges Ziel des Richtlinienvorschlages ist die Vermeidung von Schwermetallen in Batterien und Akkumulatoren sowie das

Recycling von Altbatterien und Altakkus. "Ein Änderungsantrag zur Erhöhung der Recycling-Sammelquote von Batterien fand im Plenum leider keine Unterstützung: Damit bleibt es bei der vom Rat geforderten nationalen Sammlung- und Wiederverwertungsquote von 25 Prozent nach 6 Jahren. Österreich hat ein bereits gut funktionierendes Recyclingsystem. Wir können diese Quoten daher heute schon ohne weiteres erfüllen", betonte Seeber.

"Leider gibt es zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten, in denen das Sammeln von Altbatterien keine oder nur sehr wenig Tradition hat. Daher müssen wir auch aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit auf eine EU-weite ambitionierte Regelung drängen. Wichtig ist, dass ein guter Kompromiss zwischen Endverbraucher und der Wirtschaft
gefunden wurde. Außerdem muss gewährleistet sein, dass jedes Land nationale Sammlungssysteme für die kostenlose Rücknahme von Gerätebatterien der Endverbraucher einführt", sagte Seeber abschließend.

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