LR Ackerl: "Sehe noch wenig Kooperationswille beim Kinderbetreuungsgesetz!"

Linz (OTS) - Sozial-Landesrat Josef Ackerl vermisst nach wie vor
die auch heute wieder gepriesene Zusammenarbeit bei der Erstellung des neuen Kinderbetreuungsgesetzes. "Ich erfahre stets über die Medien und Mediendienste von Schwerpunkten und angeblichen Fortschritten, bei wesentlichen Entstehungsschritten wie z.B. bei der Elternbefragung werde ich aber nicht eingebunden!" so Ackerl. "Wesentliche Vorschläge oder Kritikpunkte unsererseits werden außerdem nicht beachtet bzw. zum wiederholten Male schöngeredet!" Ackerl spielt dabei u.a. auf seine Kritik an den alterserweiterten Gruppen im Kindergarten- und Hortegesetz oder auf die vorliegenden Vorschläge zur Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen an.

Die heute präsentierten Zielsetzungen und angeblichen Fortschritte beim Entwurf für das Kinderbetreuungsgesetz stellen für Sozial-Landesrat Josef Ackerl wenig Neues dar. "Das liegt aber nicht daran, dass es eine wirkliche Einbindung meines Ressorts in die Entwurferstellung gäbe, wie z.B. der Alleingang bei der Elternbefragung zeigt!" so Ackerl. "Vielmehr drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Karren feststeckt!" Am deutlichsten zeigt sich das bei der Integration von Kindern mit Beeinträchtigung. "Es stimmt zwar, dass die Gespräche hier jetzt endlich am Laufen sind, meine Vorstellungen zur Chancengleichheit im Kindergarten liegen aber schon sehr viel länger auf dem Tisch: Integration muss uns wie der Umweltschutz ein Querschnittsanliegen sein, deshalb kann die Integration im Kindergarten nur Aufgabe der Abteilung für Kindergärten sein!" so Ackerl. "Das sagen übrigens auch alle betroffenen ExpertInnen, die wir beim Chancengleichheitsgesetz zu Rate gezogen haben, und das, obwohl sich diese in der Sozialabteilung besser aufgehoben fühlen!" Den vielgepriesenen Kooperationsgeist vermisst Ackerl auch angesichts seiner Kritik an den alterserweiterten Gruppen in der Kindergarten- und Hortgesetznovelle. "Hier werden die Qualitätskriterien der Jugendwohlfahrt nach unten nivelliert, unsere Kritik daran wird aber nicht einmal ignoriert, ganz im Gegenteil kann ich heute lesen, dass es zu weiteren Qualitätsverschlechterungen kommen soll!" so Ackerl. "Es ist wohl noch ein langer Weg bis zu einem wirklich von Zusammenarbeit geprägten Entwurf, den wir gemeinsam der Presse präsentieren können. Im Interesse der Familien aber hoffentlich kein zu langer!"

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